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Die NATO verlegte ihr Personal aus Irak nach Europa

Die NATO verlegte ihr Personal aus Irak nach Europa

Die NATO hat Personal ihrer Mission im Irak sicher nach Europa verlegt, nachdem die Spannungen im Nahen Osten im Zuge des Krieges unter Beteiligung der Vereinigten Staaten, Israels und Irans stark zugenommen hatten. Die Ankündigung erfolgte am 20. März durch das Oberste Hauptquartier der Alliierten Mächte in Europa der NATO, das mitteilte, der Schritt sei vorsorglich wegen der sich verschlechternden Sicherheitslage in der Region erfolgt.

General Alexus Grynkewich, Befehlshaber der integrierten Struktur der NATO-Streitkräfte in Europa, dankte dem Irak und den verbündeten Ländern dafür, dass sie zur sicheren Rückverlegung des Bündnispersonals beigetragen haben. Er würdigte außerdem die Männer und Frauen der NATO-Mission Irak dafür, dass sie trotz der wachsenden Risiken um sie herum während der gesamten Krise weiterhin ihre Aufgaben erfüllt haben.

Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte, die an der Mission beteiligten deutschen Soldaten seien sicher nach Hause zurückgekehrt. Er wies darauf hin, dass die Evakuierungsoperation unter maßgeblicher Beteiligung der Bundeswehr durchgeführt worden sei. Nach seiner Darstellung wurden mehrere Transportflugzeuge eingesetzt, um Personal aus Bagdad auszufliegen, und zwar unter Bedingungen, die er als sehr gefährlich beschrieb.

Die NATO-Mission Irak, bekannt als NMI, ist eine Beratungsmission, die darauf ausgelegt ist, die irakischen Behörden beim Ausbau der Streitkräfte und Sicherheitsinstitutionen des Landes zu unterstützen. Sie ist seit 2018 im Irak stationiert und konzentriert sich auf den langfristigen Kapazitätsaufbau statt auf Kampfeinsätze. Eines ihrer Kernziele ist es, Bagdad dabei zu helfen, ein Wiedererstarken der Gruppe "Islamischer Staat" zu verhindern, die von der Europäischen Union, Russland, den Vereinigten Staaten und vielen weiteren Ländern sowie internationalen Organisationen als Terrororganisation eingestuft wird.

Die Verlegung unterstreicht, wie schnell sich regionale Instabilität auf internationale Militär- und Sicherheitsoperationen auswirken kann, selbst auf solche, die nicht unmittelbar an aktiven Kampfhandlungen beteiligt sind. Obwohl die NATO betonte, dass ihr Personal sicher verlegt worden sei, spiegelt die Entscheidung die wachsende Sorge westlicher Regierungen und Militärplaner wider, dass die breitere Konfrontation im Nahen Osten ausländische Missionen weiter gefährden und die Bemühungen zur Unterstützung des irakischen Sicherheitssektors erschweren könnte.

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