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Kasachstan führt neue Anforderungen für Aufenthaltstitel ein

Kasachstan führt neue Anforderungen für die Erteilung von Aufenthaltstiteln ein

Die kasachische Regierung hat mit einer grundlegenden Reform der Migrationspolitik begonnen. Die Anforderungen für Ausländer, die einen dauerhaften Aufenthalt im Land anstreben, einschließlich Relokanten und ethnische Kasachen, sind erheblich komplexer geworden. Zamin.uz analysiert die wichtigsten Aspekte der Situation.

Sprachkenntnisse – das Haupthindernis

Seit dem 13. April erhalten Bürger aus Russland, der Ukraine und anderen Staaten, die nach Kasachstan gezogen sind, massenhaft Ablehnungen bei der Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis (VNJ). Der Hauptgrund ist die Verschärfung der obligatorischen Prüfung in kasachischer Sprache. Während zuvor Grundkenntnisse (A1) ausreichten, wird nun faktisch ein B1- oder B2-Niveau verlangt, das eine freie Kommunikation ermöglicht. Obwohl diese Änderungen noch nicht offiziell bekannt gegeben wurden, bestätigen Migrationsdienste, dass in Astana Beratungen über die neuen Regeln stattfinden.

Was ist das System des „Digitalen Scorings“?

Die Migrationspolitik untersteht nun dem Ministerium für Arbeit und sozialen Schutz der Bevölkerung. Das seit Februar eingeführte automatisierte „digitale Scoring“-System prüft jeden Kandidaten nach folgenden Kriterien:

  • Zahlungsfähigkeit und Zuverlässigkeit;
  • Familiäre Zusammensetzung und Bildungsniveau;
  • Berufserfahrung und Gesundheitszustand;
  • Vorhandensein von Verwandten in Kasachstan.

Im Rahmen des Systems werden hochqualifizierten Fachkräften, die für die Wirtschaft des Landes notwendig sind, besondere Privilegien gewährt.

Metropolen schließen: Neue geografische Einschränkungen

Eine der größten Neuerungen ist, dass Anträge auf eine Aufenthaltserlaubnis nur noch in sieben von der Regierung festgelegten Prioritätsregionen eingereicht werden können. Dies sind die Regionen Akmola, Abai, Ostkasachstan, Kostanai, Pawlodar, Nordkasachstan und Ulutau.

Bemerkenswert ist, dass die drei beliebtesten Großstädte – Almaty, Astana und Schymkent – nicht in dieser Liste aufgeführt sind. Dies bedeutet faktisch, dass die Möglichkeit, eine Aufenthaltserlaubnis in diesen Metropolen zu erhalten, geschlossen wurde.

Für wen gelten diese Regeln?

Die neuen Anforderungen gelten nicht nur für russische oder ukrainische Staatsbürger, sondern ausnahmslos für alle Ausländer, einschließlich Migranten aus den zentralasiatischen Staaten und China. Es wird erwartet, dass die Regierung in den nächsten Tagen offizielle Informationen zu diesen aktualisierten Vorschriften bekannt gibt.

Liebe Leser, halten Sie es für eine richtige Entscheidung, dass Kasachstan seine Migrationspolitik so drastisch verschärft? Inwieweit wird die Erhöhung der Sprachanforderungen bei der Regulierung des Migrantenstroms effektiv sein?

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