Alexander Lukaschenko warnt Armenien vor dem Schicksal der Ukraine

Die politischen Prozesse im eurasischen Raum und die Debatten um internationale Wirtschaftsbündnisse nehmen an Fahrt auf. Während des Gipfeltreffens der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) am 29. Mai in Astana, Kasachstan, richtete der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko eine ernste und aufsehenerregende Erklärung an die armenische Regierung und das Volk.
Er forderte die Beamten in Eriwan auf, bei ihrer Politik der Annäherung an den Westen äußerst vorsichtig zu sein. Bleiben Sie dran, während wir die Details der Botschaft des belarussischen Führers an das armenische Volk, die Parallelen zur Ukraine-Krise und die offizielle Antwort Eriwans erläutern.
„Gott bewahre, dass sich das Ukraine-Szenario wiederholt“
Laut dem Telegram-Kanal „Pul Pervogo“ forderte Alexander Lukaschenko die armenischen Bürger während seiner Rede auf dem Gipfel dazu auf, „siebenmal zu messen, bevor man schneidet“, also „sehr vorsichtig“ zu sein.
Er versuchte, seine Bedenken mit folgenden Faktoren zu begründen:
Historische Lektion: Der belarussische Staatschef erinnerte daran, dass die schrecklichen blutigen Ereignisse und die politische Krise in der benachbarten Ukraine unter denselben Slogans einer übermäßigen Annäherung an Europa begannen.
Harmonisierung der Standpunkte: Lukaschenko zeigte volle Unterstützung für die Ansichten des russischen Präsidenten Wladimir Putin in dieser Angelegenheit. Es ist bekannt, dass Putin auf der Pressekonferenz in Astana ebenfalls betonte, dass die Wurzel der politischen Unruhen in Kiew mit dem Wunsch verbunden sei, der Europäischen Union beizutreten.
Alexander Lukaschenko forderte die armenischen Wähler auf, die Konsequenzen genau abzuwägen, bevor sie die Beziehungen zur EU ausbauen, und sagte: „Ich fordere sie nur dazu auf, ernsthaft darüber nachzudenken. Wenn das Volk seinen Willen frei äußert, werden wir diese Entscheidung ohnehin akzeptieren.“
Eriwans Reaktion: Die Wahl zwischen zwei Feuern
Vor dem Hintergrund solch scharfer Aussagen versucht die armenische Regierung, die Situation zu entschärfen und das Gleichgewicht zu wahren. Während des Gipfels antwortete der stellvertretende armenische Premierminister Mher Grigorjan vorsichtig auf die Fragen von Journalisten, ob das Land die EU oder die EAWU wählen werde.
Offizielle Position: „Dieses Thema steht noch nicht offiziell und ernsthaft auf der Tagesordnung. Sollte ein solcher Fall eintreten, werden natürlich konkrete Diskussionen organisiert. Bei Bedarf werden alle Risiken und potenziellen Folgen eingehend analysiert. Derzeit ziehen wir ein solches bilaterales Szenario nicht in Betracht“, sagte Mher Grigorjan.
Referendumsforderung und wirtschaftliche Risiken
Es sei darauf hingewiesen, dass die Staats- und Regierungschefs der EAWU-Mitgliedstaaten zuvor eine gemeinsame Erklärung abgegeben hatten, in der sie Armenien baten, diese Frage durch ein nationales Referendum über den Beitritt zur EU oder den Verbleib in der EAWU zu klären.
Derzeit besteht diese große Wirtschaftsstruktur aus den folgenden Ländern:
Mitglieder der Union | Wladimir Putins Erklärung zu Eriwan |
Russland Belarus Kasachstan Kirgisistan Armenien | Kremlchef Wladimir Putin hat offen gewarnt, dass ein endgültiger Austritt Eriwans aus dem Bündnis für Armenien sehr schwierige und schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben könnte. |
Kurz gesagt, die geopolitische Entscheidung Armeniens steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der großen politischen Akteure der Region. Die Zeit wird zeigen, wie sich die Situation entwickelt.
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