Die tragische Wahrheit hinter dem Foto eines gefolterten palästinensischen Gefangenen

Die tragische Wahrheit hinter dem Foto eines gefolterten palästinensischen Gefangenen

Ein in den sozialen Medien verbreitetes Foto zeigt einen von israelischen Soldaten festgenommenen Mann aus Gaza, dessen Hände, Augen und Körper gefesselt sind und der mit einem langen Holzstab bäuchlings an ein Bett gebunden wurde. Nach der großen öffentlichen Debatte über das Bild kündigten die israelischen Behörden eine interne Untersuchung an. Dies berichtete Al Jazeera .

Das virale Foto zeigt den Mann aus Gaza entkleidet und bäuchlings an ein Bett gefesselt. Während die israelische Seite die Echtheit des Bildes bestätigte, erklärte sie, dass ein solches Verhalten völlig im Widerspruch zu den Werten und Vorschriften des Militärs stehe. Gleichzeitig haben die Behörden bisher weder die Identität der Person auf dem Foto noch ihren Aufenthaltsort bekannt gegeben.

Berichten zufolge wurde das Foto auf Instagram mit der hebräischen Bildunterschrift „Guten Morgen“ gepostet. Später wurde das Konto des Verfassers gelöscht. Die israelische Armee teilte mit, dass eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet wurde und die Verantwortlichen bei Identifizierung rechtliche Konsequenzen zu erwarten haben.

Abu Nassar, der das Foto sah, behauptete, dass es sich bei dem Mann um seinen Sohn Osama handele. Er habe seinen Sohn an den Merkmalen seines Körpers erkannt.

„Ich kenne jedes Merkmal an seinem Körper genau. Mein Sohn hatte Schwellungen und Narben am Bein. Ich habe dieselben Merkmale am linken Bein des Mannes auf dem Foto gesehen“, sagte er.

Nach Angaben seiner Angehörigen wurde Osama im März dieses Jahres während der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas in der Nähe der „Gelben Linie“ festgenommen. Er wurde am 19. März zusammen mit seinem 1,5 Jahre alten Kind in Gewahrsam genommen. Das Kleinkind wurde noch am selben Tag freigelassen, doch Verwandte behaupteten, es habe Spuren an den Beinen gehabt, die wie Zigarettenverbrennungen aussahen.

Israelische Soldaten wiesen die Vorwürfe der Gewalt gegen das Baby zurück. Laut Angaben der Armee entstanden die Spuren an den Beinen des Kindes durch Warnschüsse, die Soldaten abgaben, um Osama daran zu hindern, sich der „Gelben Linie“ zu nähern. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall dauern an.

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