Foto eines Gefangenen in israelischem Gefängnis löst Kontroverse aus

Foto eines Gefangenen in israelischem Gefängnis löst Kontroverse aus

Ein Foto eines Mannes aus Gaza, der mit verbundenen Händen, Augen und gefesseltem Körper bäuchlings auf einem Bett liegt, hat in den sozialen Medien für hitzige Diskussionen gesorgt. Die israelische Armee gab eine Erklärung zu dem aufsehenerregenden Bild ab, bestätigte dessen Echtheit und kündigte eine interne Untersuchung des Vorfalls an.

Das Militär erklärte, dass eine solche Behandlung nicht mit den internen Regeln und Werten der Armee vereinbar sei. Weitere Angaben zur Identität der Person auf dem Foto, zum Aufenthaltsort oder zu den Umständen des Vorfalls wurden jedoch nicht gemacht. Berichten zufolge wurde das Foto ursprünglich auf Instagram mit der hebräischen Bildunterschrift „Guten Morgen“ veröffentlicht, kurz darauf wurde das Konto gelöscht.

Später identifizierte Abu Nassar aus Gaza den Mann auf dem Foto als seinen Sohn Usama. Seinen Angaben zufolge erkannte er seinen Sohn an den Narben und Schwellungen an dessen Körper.

Familienangehörige gaben an, dass Usama im März dieses Jahres während einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas zusammen mit seinem 1,5 Jahre alten Kind in der Nähe der „Gelben Linie“ festgenommen wurde. Das Kleinkind wurde noch am selben Tag freigelassen, doch Angehörige behaupten, dass das Kind brandwundenähnliche Spuren an den Beinen hatte.

Das Gesicht eines weinenden Kleinkindes und blaue Flecken an dessen Beinen.

Die israelische Armee wies diese Vorwürfe zurück. In einer offiziellen Stellungnahme hieß es, die Verletzungen an den Beinen des Kindes seien wahrscheinlich nicht durch Zigaretten verursacht worden, sondern seien die Folge von Warnschüssen, die abgegeben wurden, um Usama zu stoppen.

Foto eines Gefangenen in israelischem Gefängnis löst Kontroverse aus
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