WM-2026-Tragödie: Mindestens 12 Tote in Bangladesch

Die Weltmeisterschaftsfeierlichkeiten in Bangladesch wurden von einer Reihe von Tragödien überschattet. Berichten zufolge kamen mindestens 12 Menschen durch Fan-Auseinandersetzungen, Messerangriffe, Stromschläge und Verkehrsunfälle im ganzen Land ums Leben.
Streit nach Messis Elfmeter
Der meistdiskutierte Vorfall ereignete sich in der Stadt Comilla während des Spiels zwischen Argentinien und Ägypten.
Der 38-jährige Muhammad Shariful Islam schaute das Spiel mit anderen Bürgern in einem örtlichen Teeladen. Augenzeugen berichten, Lionel Messi dass Shariful, ein Brasilien-Fan, einen Argentinien-Anhänger verspottete, nachdem dieser einen Elfmeter nicht verwandeln konnte.
Der darauf folgende Streit eskalierte zu einer Schlägerei. Es heißt, dass mehrere Personen Shariful angriffen und er an seinen Verletzungen starb, bevor er das Krankenhaus erreichte. Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet, um die Beteiligten zu identifizieren.
Zwei Töchter ohne Vater
Shariful ernährte seine Familie als Fahrer einer elektrischen Rikscha. Er hinterlässt seine Frau und zwei Töchter im Schulalter.
„Wie kann man jemanden wegen Fußball töten? Ich habe zwei Töchter. Wen sollen sie jetzt Papa nennen? Ich möchte, dass die Mörder meines Mannes die härteste Strafe bekommen“, sagte seine Frau Beauty Begum.
Familienangehörige berichten, dass Shariful nach Comilla gekommen war, um Arbeit zu suchen und seinen Töchtern eine bessere Bildung zu ermöglichen; er war der einzige Ernährer der Familie.
Tragödien auch in anderen Regionen
WM-bezogene Todesfälle wurden in verschiedenen Teilen Bangladeschs verzeichnet.
Fayaz Tajrian starb bei einem Motorradunfall auf dem Weg zum Spiel Argentinien gegen Ägypten. Mustafa Kazi wurde Opfer eines Angriffs nach einer fußballbezogenen Auseinandersetzung.
In Chittagong starb Mahidul Islam, nachdem während der Feierlichkeiten ein metallenes Fußballtor auf ihn stürzte. Khokon Karmakar verlor das Bewusstsein und verstarb vor einem von Fans organisierten Freundschaftsspiel.
Es wurde zudem berichtet, dass Dutzende Menschen bei Zusammenstößen zwischen Brasilien- und Argentinien-Fans in der Region Habiganj verletzt wurden.
Nicht alle Todesfälle sind die Folge von Kämpfen
Nicht alle verzeichneten Tragödien stehen im Zusammenhang mit Fangewalt. Einige Bürger erlitten Stromschläge beim Anbringen von Teamflaggen, andere starben bei Verkehrsunfällen während Feierlichkeiten oder Motorradkorsos.
Es wird auch berichtet, dass gesundheitliche Probleme aufgrund extremer emotionaler Belastung während der Fußballspiele zu Todesfällen geführt haben.
Auch 2022 gab es 23 Tote
Die intensive Rivalität unter Fußballfans in Bangladesch hat bereits bei früheren Weltmeisterschaften zu schwerwiegenden Folgen geführt.
Eine 2024 veröffentlichte wissenschaftliche Studie besagt, dass während der Weltmeisterschaft 2022 im Land 23 fußballbezogene Todesfälle, 35 Krankenhauseinweisungen und 45 Verletzungen verzeichnet wurden. Zu den Tragödien gehörten neben Fan-Schlägereien auch Vorfälle wie Stürze aus der Höhe beim Anbringen von Flaggen und Stromschläge.
Fußball sollte ein Fest bleiben
Obwohl Bangladesch nicht an der Weltmeisterschaft teilnimmt, hat das Land Millionen von Argentinien- und Brasilien-Anhängern. Doch die Liebe zum Sport darf nicht in Gewalt, Feindseligkeit oder Handlungen umschlagen, die Menschenleben gefährden.
Welche Maßnahmen sollten Ihrer Meinung nach verstärkt werden, um solche Tragödien während großer Fußballturniere zu verhindern?


















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