Warum wurde die Frau, die beschuldigt wurde, ein 36 Wochen altes Baby getötet zu haben, freigesprochen?

Warum wurde die Frau, die beschuldigt wurde, ein 36 Wochen altes Baby getötet zu haben, freigesprochen?

Südkoreahat in einem Gerichtsverfahren, das große Diskussionen ausgelöst hat, eine unerwartete Entscheidung getroffen. Eine 20-jährige Frau, die beschuldigt wurde, ihr Baby nach dem Abbruch einer 36-wöchigen Schwangerschaft getötet zu haben, wurde von einem Berufungsgericht freigesprochen.

Berichten zufolge veröffentlichte die Frau 2024 ein Video auf YouTube, in dem sie über den Abbruch ihrer Schwangerschaft im achten Monat sprach. Dieser Vorfall stieß in der Öffentlichkeit auf heftige Kritik, und Südkorea leitete auf Initiative des Ministeriums für Gesundheit und Wohlfahrt eine offizielle Untersuchung ein.

Während der Ermittlungen gaben die Staatsanwälte an, dass das Baby durch einen Kaiserschnitt lebend zur Welt gebracht und dann in einen Kühlschrank gelegt wurde, wodurch es starb. Auf dieser Basis verurteilte das Erstgericht die Frau zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe. Zudem wurden der operierende Chirurg zu vier Jahren und der Leiter des privaten Krankenhauses zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Das Berufungsgericht rollte den Fall jedoch neu auf und sprach die Frau frei. Die Verteidigung gab an, dass ihr ein Vermittler gesagt habe, das Baby werde tot zur Welt kommen, und sie sich der tatsächlichen Details der Vorkommnisse nicht bewusst gewesen sei.

Gleichzeitig milderte das Gericht auch die gegen das medizinische Personal verhängten Strafen ab. Die Strafe des Chirurgen wurde auf 2,5 Jahre und die des Krankenhausdirektors auf vier Jahre verkürzt. Zwei medizinische Mitarbeiter gestanden ihre Beteiligung an den Handlungen im Zusammenhang mit dem Tod des Babys ein.

Den Angaben zufolge erfuhr die Frau erst im siebten Monat von ihrer Schwangerschaft. Sie gab an, sich für die Abtreibung entschieden zu haben, da sie kein stabiles Einkommen hatte und während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert sowie geraucht hatte. Dieser Vorfall Südkoreahat die Frage von Spätabtreibungen und medizinischer Verantwortung erneut zu einem dringenden Thema gemacht.

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