Landwirt vertraut auf KI und verliert Ernte von 10 Hektar

In China befolgte ein 67-jähriger Landwirt die Empfehlung einer künstlichen Intelligenz und verlor fast 10 Hektar Sesamernte. Das berichtete das lokale Medium Ctwant.
Ein in der Provinz Anhui lebender Landwirt hatte ein Jahr lang KI-Ratschläge zum Anbau, Düngen und Einsatz von Pestiziden eingeholt. Im Juli fragte er, wie er Unkraut und Schädlinge auf seinem Sesamfeld bekämpfen könne.
Die künstliche Intelligenz empfahl ihm, mehrere Präparate zu verwenden. Ohne Rücksprache mit Agronomen behandelte der Landwirt das Feld mit den empfohlenen Mitteln. Einen Tag später begannen die Sesamsetzlinge ebenso wie das Unkraut zu vertrocknen und abzusterben.
Einer der Experten stellte fest, dass die Präparate hauptsächlich gegen breitblättrige Unkräuter in Sojafeldern eingesetzt wurden. Deshalb konnten sie nicht vollständig auf einem Sesamfeld angewendet werden.
Der Vorfall zeigte, dass es gefährlich sein kann, KI-Empfehlungen ohne fachkundige Beratung blind umzusetzen.
Gleichzeitig eröffnet künstliche Intelligenz der Wissenschaft große Möglichkeiten. Zuvor hatten Wissenschaftler der Stanford University mithilfe des Modells Evo 2 neue Bakteriophagen erzeugt, die E.-coli-Bakterien zerstören können.
Das Entwerfen von Genomen mithilfe von KI könnte künftig bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen. Gleichzeitig bleiben jedoch Biosicherheit und der Schutz vor biologischen Bedrohungen wichtige Herausforderungen.

















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