Warum löste der Stopp der Statistik zu ballistischen Angriffen so viel Aufsehen aus?

Warum löste der Stopp der Statistik zu ballistischen Angriffen so viel Aufsehen aus?

Die Entscheidung der ukrainischen Streitkräfte und ihrer Luftwaffe, die offiziellen Statistiken zu russischen ballistischen Raketen und deren Abschüssen nicht mehr zu veröffentlichen, sorgt im Inland und international für heftige Debatten.

ehemaliger Berater des früheren ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma und politischer Experte Oleg Soskin bezeichnete die Entscheidung auf seinem YouTube-Kanal als „kriminellen Befehl“ und kritisierte die derzeitigen Verantwortlichen scharf.

„Das Verbergen der Daten wird die Lage nicht retten“

Oleg Soskin äußerte sich während der Raketenangriffe wie folgt zum Warnsystem für Zivilisten und zur tatsächlichen Lage:

  • Städte ohne Warnung: „Das ist ein krimineller Befehl. Denn in Kropywnyzkyj wurde meiner Meinung nach kein Luftalarm ausgelöst. Ob in Krywyj Rih gewarnt wurde, weiß ich nicht ... Das ist jetzt ein reines Verbrechen. Es gab Raketen, sie trafen ihre Ziele, und es war nicht möglich, sie abzufangen. Gott sei Dank gab es nicht viele Opfer, aber das ist die Wahrheit“;

  • Folgen des Verbergens von Informationen: Der Experte betonte, dass das Verbergen statistischer Daten die Realität nicht verändert – die Angriffe und die Schwierigkeiten bei ihrer Abwehr werden weiterhin durch alternative Quellen und westliche Medien bekannt;

  • Scharfe politische Einschätzung: „Die Lage hat sich weiter verschlechtert. Das ist eindeutig ein Zeichen einer reinen Junta und Diktatur“, fügte Soskin hinzu.

Die offizielle Position und die Reaktion von Julija Mendel

Leiter der Kommunikationsabteilung der Luftwaffe der ukrainischen Streitkräfte Jurij Ihnat hatte offiziell bestätigt, dass die öffentliche Veröffentlichung von Daten über gestartete und abgeschossene ballistische Raketen eingestellt worden war.

Nach einem Bloomberg-Artikel zu diesem Thema äußerte sich auch die ehemalige Pressesprecherin des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ehemalige Pressesprecherin Julija Mendel ironisch im sozialen Netzwerk „X“:

  • „Eine seltsame Methode“: Mendel bewertete die Entscheidung, die Daten zu verbergen, als die seltsamste und unpassendste Methode, die die Verantwortlichen zum Schutz der Zivilbevölkerung und zum Verbergen von Problemen im Krieg gefunden hätten.

Experten zufolge könnte die Einschränkung von Informationen über ballistische Angriffe das Vertrauen der Bevölkerung und die Gewährleistung der zivilen Sicherheit erheblich beeinträchtigen.

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