Zwei Ausländer in Frauenkleidung werden aus Moskau ausgewiesen

Zwei Ausländer in Frauenkleidung werden aus Moskau ausgewiesen

Zwei Ausländer, die auf dem Moskauer Markt „Sadovod“ in Frauenkleidung gesehen wurden, wurden wegen „LGBT-Propaganda“ zu 10 Tagen Verwaltungshaft verurteilt. Das Lyublino-Gericht ordnete zudem ihre Abschiebung aus Russland an, wie Meduza berichtete.

Laut Gerichtsdokumenten wurden Rakhimov Kh. und Saizoda Y. am 18. August gegen 21:00 Uhr auf dem Markt festgenommen. Sie trugen angeblich Frauenkleidung mit einem Slogan über „Wahlfreiheit“. Die Prozessakten enthalten jedoch keine genauen Angaben zum Aussehen der Kleidung oder zur Darstellung des Slogans.

Die Polizei wertete ihr Verhalten als „Demonstration der Attraktivität nicht-traditioneller sexueller Beziehungen“. Das Gericht verurteilte beide gemäß dem entsprechenden Artikel des russischen Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten zu jeweils 10 Tagen Haft.

Zudem wurde die Unterbringung der Männer in einem Abschiebezentrum und ihre anschließende Ausweisung aus dem Land angeordnet. Nach der Abschiebung droht ihnen ein fünfjähriges Einreiseverbot für Russland.

Während des Prozesses wurde bekannt, dass Rakhimov verheiratet ist und ein Kind hat, während Saizoda vier minderjährige Kinder hat. Die Staatsangehörigkeit wurde in den Gerichtsdokumenten nicht genannt, einige Medien berichteten jedoch, sie seien tadschikische Staatsbürger.

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