Evergrande-Gründer zu lebenslanger Haft verurteilt

Evergrande-Gründer zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein chinesisches Gericht hat Hui Ka Yan, den Gründer von Evergrande, einem der größten Immobilienunternehmen des Landes, zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Milliardär ist auch unter dem Namen Xu Jiayin bekannt.

Das Volksgericht der Stadt Shenzhen sprach ihn in acht Finanzverbrechen schuldig, darunter Betrug bei der Mittelbeschaffung, Veruntreuung von Geldern, illegale Kredite, Wertpapierbetrug und Bestechung. Das Gericht ordnete zudem die Einziehung des gesamten Privatvermögens von Hui Ka Yan an.

Dem Gerichtsurteil zufolge wurden Evergrande und seine Tochtergesellschaft Hengda Real Estate zu einer Geldstrafe von insgesamt 15,82 Milliarden Yuan – etwa 2,35 Milliarden Dollar – verurteilt. Im Rahmen des Verfahrens wurden 56 weitere mit Hui Ka Yan verbundene Personen zu unterschiedlichen Haftstrafen verurteilt. Einige ehemalige Führungskräfte erhielten bis zu 18 Jahre Haft.

Im Jahr 2017 wurde Hui Ka Yan zum reichsten Mann Asiens, nachdem sein Vermögen infolge des rasanten Anstiegs der Evergrande-Aktien 45,3 Milliarden Dollar erreichte.

Das aggressive, schuldenbasierte Wachstumsmodell des Unternehmens führte jedoch später zu einer schweren Krise. Die Verbindlichkeiten von Evergrande überstiegen 300 Milliarden Dollar, was 2021 zum Zahlungsausfall führte. Im Jahr 2024 begann das Liquidationsverfahren für das Unternehmen.

Damit endete das Geschäftsimperium von Hui Ka Yan, einst der reichste Mann Asiens, mit einem Zusammenbruch.

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