Der fünfte Angriff: Wie die Ukraine die südliche Öl-Infrastruktur Russlands ausschaltet

Der fünfte Angriff: Wie die Ukraine die südliche Öl-Infrastruktur Russlands ausschaltet

Die ukrainischen Streitkräfte haben eine Reihe schwerer Drohnenangriffe auf die strategische Erdölraffinerie-Infrastruktur in den südlichen Regionen Russlands verübt. Als Hauptziele des Angriffs wurden Afip sowie in der Region Rostow Nowoschachtinsk identifiziert.

Diese Schläge verursachten Brände in großen Industrieanlagen, führten zur Einstellung des Betriebs und forderten Berichten zufolge zivile Opfer und Verletzte.

Raffinerie Afip: Fünfter Angriff im Jahr 2026 und Opfer

Die große Erdölraffinerie im Bezirk Sewerski der Region Krasnodar wurde erneut zum Ziel von Drohnen:

  • Geschichte der aufeinanderfolgenden Angriffe: Laut den ukrainischen Beobachtergruppen „Exilenova+“, „Supernova“ und der Publikation „Astra“ wurde die Raffinerie Afip seit Anfang 2026 bereits zum fünften Mal angegriffen (zuvor gab es Angriffe am 21. Januar, 14. März, 11. Juni und 14. Juli);

  • Schäden und Opfer: Der Gouverneur der Region, Weniamin Kondratjew, teilte mit, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf den Bahnhof Afipskaja gefallen seien. Auf dem Gelände der Raffinerie brach ein Großbrand aus. Infolge des Vorfalls kamen 2 Menschen ums Leben, und 2 weitere wurden schwer verletzt;

  • Zerstörung in Wohngebieten: In der Siedlung Afipski wurden mindestens 10 private Wohngebäude schwer beschädigt.

Raffinerie Nowoschachtinsk stellt Betrieb vorübergehend ein

Das Ausmaß des Angriffs auf die Region Rostow war noch umfassender:

  • Angriff mit 30 Drohnen: Nach Angaben des Regionalgouverneurs Juri Sljussar wurde das Gebiet von etwa 30 Drohnen angegriffen. In den Städten Gukowo, Kamensk-Schachtinski, Nowoschachtinsk und den umliegenden Bezirken wurden Explosionen registriert;

  • Betrieb des Werks gestoppt: Durch die Einschläge wurden Anlagen der Raffinerie Nowoschachtinsk beschädigt, was das Unternehmen zwang, den Betrieb aufgrund der schweren Schäden vollständig einzustellen;

  • Wald- und Feldbrände: Aufgrund abstürzender Drohnen kam es zu großflächigen Bränden auf 4,5 Hektar Wald im Bezirk Kamensk und auf trockenem Grasland im Bezirk Krasnosulinski;

  • Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums: Das russische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass über Nacht insgesamt 148 Luftziele über russischem Gebiet, der annektierten Krim sowie über dem Schwarzen und Asowschen Meer zerstört wurden.

Brand auch beim Sinopec- und SIBUR-Projekt im Fernen Osten

Vor dem Hintergrund der Explosionen im Süden Russlands kam es auch im Fernen Osten – in der Region Amur – zu einem Notfall im riesigen Amur-Gaskomplex der sich derzeit im Bau befindet.

Laut „Astra“ wurden die Anlagen, die sich in der Inbetriebnahmephase befanden, in diesem Riesenwerk – das von der russischen SIBUR und der chinesischen Sinopec errichtet wird und künftig einer der weltweit größten Polymerproduzenten werden soll – zur Gewährleistung der Sicherheit sofort abgeschaltet.

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