Ein Toter bei Festival mit 21 Stieren in Mexiko (Video)

Ein 29-jähriger Mann ist während des jährlichen Stierlaufs „Huamantlada“ in der Stadt Huamantla im mexikanischen Bundesstaat Tlaxcala ums Leben gekommen. Neun weitere Personen wurden verletzt, nachdem 21 Kampfstiere auf die Straßen gelassen wurden. Dies berichtete „Incidentia“.
Details zum Vorfall
Während des Festivals wurden 21 Kampfstiere mit einem Gewicht zwischen 400 und 500 Kilogramm auf die Straßen gelassen. Die Tiere wurden gleichzeitig in mehreren Straßen in verschiedene Richtungen freigelassen. Laut der Quelle ist dies der erste Todesfall bei der „Huamantlada“ in den letzten acht Jahren.
Videos vom Tatort zeigen chaotische Szenen: Menschen fliehen vor den Stieren, Zuschauer klettern auf Absperrungen und eine verletzte Person liegt am Boden.
Opfer und Verletzte
Der verstorbene 29-jährige Mann stammte aus der Gemeinde Huamantla. Das staatliche Gesundheitssekretariat teilte mit, dass der Mann beim Versuch, dem Stier zu entkommen, stürzte, woraufhin das Tier ihn angriff. Infolge des Hornstoßes erlitt er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, eine Brustkorbverletzung und eine Durchbohrung des linken Lungenflügels.
Insgesamt wurden neun Verletzte in das Allgemeine Krankenhaus von Huamantla gebracht. Zwei von ihnen befanden sich in kritischem Zustand: Ein 57-jähriger Mann wurde mit einem Schädelbruch eingeliefert und soll in den Bundesstaat Mexiko verlegt werden. Zudem wurde ein 24-jähriger US-Bürger, der in Puebla lebt, von einem Stierhorn verletzt. Der Zustand der übrigen Verletzten wird als stabil bezeichnet. Außerdem wurde während des Laufs auch ein Hund von einem Stierhorn verletzt.
Reaktion der Behörden und medizinischen Dienste
Der staatliche Gesundheitsminister Rigoberto Zamudio Meneses bezeichnete das Ereignis als einen der schwierigsten medizinischen Einsätze der letzten Jahre. Er erklärte, dass die erste medizinische Notfallhilfe nur eineinhalb Minuten nach dem Freilassen der Stiere geleistet wurde.
Die lokale Verwaltung räumte ein, dass die Teilnehmerzahl und bestimmte Verstöße gegen Sicherheitsregeln die Kontrollmöglichkeiten der Organisatoren überstiegen haben. Im Bericht der Stadtverwaltung heißt es:
„Die Anzahl der Teilnehmer und die Nichteinhaltung bestimmter Regeln überstiegen die Kontrollkapazitäten.“

















Kommentare 0
…