Neuer Energieschock in Europa: Massiver Yamal-Gasstrom nach Asien umgeleitet!

Das Volumen des aus Russland in die EU-Staaten exportierten Flüssigerdgases (LNG) ist auf den niedrigsten Stand dieses Jahres gefallen. Das Hauptvolumen aus dem Projekt „Yamal LNG“ wird über die Nordostpassage direkt auf den asiatischen Markt – nach China und Südkorea – geleitet. Derzeit haben chinesische Unternehmen den Weiterverkauf von russischem Gas nach Europa eingestellt, was dazu führt, dass die Gaspreise auf dem „alten Kontinent“ drastisch steigen und sich der psychologischen Marke von 1.000 Dollar pro 1.000 Kubikmeter nähern.
Starker Einbruch im August: Versorgung um das Dreifache reduziert
Laut Daten des AIS-Systems, das den internationalen Schiffsverkehr überwacht, liefen im August nur 8 „Yamal LNG“-Tanker europäische Terminals an. Das von ihnen gelieferte Gasvolumen betrug weniger als 800 Millionen Kubikmeter, was einen absoluten Negativrekord für 2026 darstellt:
Situation bis Juli: Bis Mitte des Sommers flossen fast 100 Prozent des in Yamal produzierten Gases nach Europa. Die Lieferrate belief sich auf 24 Ladungen pro Monat, also mehr als 2,2 Milliarden Kubikmeter;
Verteilung im August: Die Hälfte des gesamten aus Russland nach Europa gelieferten Volumens ging nach Frankreich, während jeweils zwei Tanker Terminals in den Niederlanden und Spanien anliefen.
Nordostpassage und chinesischer Markt: Warum haben die Tanker ihren Kurs geändert?
Das Schmelzen des arktischen Eises im Sommer ermöglicht es, dass die Schifffahrt entlang der Nordostpassage ihren Höhepunkt erreicht. Diese Route ist der kürzeste und schnellste Weg von Russland zu den asiatischen Märkten:
15 Tanker auf der Asien-Route: 15 große Gastanker der „Yamal LNG“-Flotte (darunter 11 eisgängige Tanker) wurden vollständig für die Asien-Route mobilisiert. Stand 2. September bewegen sich mindestens 4 Gastanker entlang der Nordostpassage, weitere 5 haben die chinesische Küste erreicht;
Gestiegene Nachfrage in China: Aufgrund steigender Gaspreise auf dem chinesischen Binnenmarkt haben lokale Händler die Praxis des Re-Exports von Yamal-LNG nach Europa vollständig eingestellt und behalten den Brennstoff für den eigenen Bedarf.
Preisexplosion in Europa: Die 1.000-Dollar-Gefahr und Unsicherheit in den Meerengen
Der drastische Rückgang des Angebots hat die Situation an den europäischen Börsen aus dem Gleichgewicht gebracht. In den letzten Tagen überstiegen die Gaspreise an europäischen Knotenpunkten sogar die Werte des asiatischen Marktes und kletterten auf über 870 Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Analysten prognostizieren, dass der Preis bald auf 1.000 Dollar steigen wird.
Hauptfaktoren, die die Situation erschweren:
Krise in der Straße von Hormus: Die Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der LNG-Lieferungen aus dem Nahen Osten durch die Straße von Hormus schwinden. Dies gefährdet die Pläne zur Befüllung der europäischen Erdgasspeicher vor der Wintersaison;
Kontrolle langfristiger Verträge: Der Großteil des Yamal-Gases wird auf Basis langfristiger Verträge verkauft, die mit Unternehmen in China, Frankreich, Deutschland und Spanien unterzeichnet wurden. Diese Unternehmen entscheiden selbst, in welche Region der Gasstrom geleitet wird, basierend auf der Marktlage;
Einlenken der EU-Kommission: Die EU plant, ab dem 1. Januar 2027 ein vollständiges Embargo für russisches Flüssigerdgas einzuführen. Die Führung der Union sah sich jedoch gezwungen, ihren Unternehmen eine zusätzliche sechsmonatige Übergangsfrist nach Inkrafttreten des Embargos zu gewähren, um Verträge abzuschließen und den Brennstoff in Drittländer weiterzuverkaufen.
Da die Wintersaison näher rückt, signalisieren die Verschiebung der Logistikketten zugunsten Asiens und das begrenzte globale Alternativangebot den Beginn einer weiteren akuten Krise auf dem europäischen Energiemarkt.
Was glauben Sie, welche Maßnahmen die Europäische Union gegen Gaspreise von über 1.000 Dollar im kommenden Winter ergreifen kann: Wird es zu noch strengeren Sparmaßnahmen kommen oder wird man gezwungen sein, die Sanktionen zu lockern? Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!


















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