Eiffelturm nach Kontroverse um weibliches Personal wiedereröffnet

Eiffelturm nach Kontroverse um weibliches Personal wiedereröffnet

Der Eiffelturm in Paris war aufgrund eines Streiks des Personals einen Tag lang geschlossen, nachdem es zu einer Kontroverse über den Ausschluss weiblicher Mitarbeiter während des Besuchs einer hinduistischen Religionsdelegation gekommen war. Das Wahrzeichen, das am 7. September den Betrieb einstellte, wurde am 8. September wieder für Besucher geöffnet, wie die Associated Press berichtete.

Die Kontroverse entstand am 5. September nach dem Besuch einer Delegation der hinduistischen Organisation BAPS (Bochasanwasi Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha) auf dem Eiffelturm. Gewerkschaftsvertreterin Diane Davaud erklärte, dass weibliche Mitarbeiter angewiesen wurden, keinen Kontakt zu den Mitgliedern der Delegation zu haben. Einige Frauen verließen ihre Arbeitsplätze, während an anderen Stellen Männer deren Aufgaben übernahmen.

Die Betreibergesellschaft SETE räumte ein, dass die Delegation darum gebeten hatte, den Besuch unter der Bedingung zu organisieren, den Kontakt zu Frauen zu beschränken. Das Unternehmen erklärte, dass solche Bedingungen nicht hätten akzeptiert werden dürfen.

BAPS entschuldigte sich bei denjenigen, die durch die Situation beeinträchtigt wurden oder Unannehmlichkeiten erfahren haben. Die Organisation teilte mit, dass der Besuch vor den regulären Öffnungszeiten stattfand, um andere Besucher nicht zu stören, und dass niemandem der Zutritt zum Eiffelturm verwehrt wurde.

Der Vorfall löste in Paris heftige Reaktionen aus. Der stellvertretende Bürgermeister Emmanuel Grégoire kündigte eine Untersuchung an. Er betonte, dass die Gleichstellung der Geschlechter in französischen historischen Denkmälern ebenso wie in allen anderen öffentlichen Räumen ausnahmslos gewährleistet sein müsse.

Der Eiffelturm, der am 7. September wegen des Streiks geschlossen war, empfing am 8. September wieder Besucher. Als eine der weltweit beliebtesten Touristenattraktionen zieht der Turm jährlich fast 7 Millionen Menschen an.

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