Trump will auch den Namen des Ozeans ändern: Entsteht der „Trump-Ozean“?

Trump will auch den Namen des Ozeans ändern: Entsteht der „Trump-Ozean“?

US-Präsident Donald Trump hat eine weitere kontroverse Idee zur Änderung geografischer Namen geäußert. Er schlug vor, den Atlantik oder den Pazifik in „Trump-Ozean“ umzubenennen, und äußerte den Wunsch, dies noch vor Ende seiner Amtszeit umzusetzen. Bisher handelt es sich jedoch nicht um eine offizielle Entscheidung, sondern lediglich um eine öffentlich geäußerte Idee.

Trumps Äußerungen bei einer Kundgebung am 10. Oktober in Clarksville, Tennessee, erregten die Aufmerksamkeit internationaler Medien. Seinen Worten zufolge könnte neben bereits umbenannten Gewässern im Land auch die Idee geprüft werden, den Namen eines weiteren Ozeans und eines Flusses zu ändern.

„Trump-Ozean“ oder „Amerika-Ozean“?

Bei seinem Auftritt vor Anhängern erwähnte Trump frühere Umbenennungen und sagte, er denke darüber nach, als Nächstes den Namen eines Ozeans zu aktualisieren.

„Wir haben einen Golf, wir haben einen schönen See. Jetzt sagte jemand, wir brauchen auch einen Fluss. Wir brauchen einen Fluss und einen Ozean“, so der US-Präsident sinngemäß.

Er deutete an, dass man zwischen dem Atlantik oder dem Pazifik wählen könne, und nannte „Trump-Ozean“ oder „Amerika-Ozean“ als mögliche neue Namen. Diese Aussagen wurden bei der Kundgebung mit Gelächter und Applaus aufgenommen.

Trump hat bereits früher versucht, geografische Namen zu ändern

Dies ist nicht Trumps erste Initiative bezüglich geografischer Namen. Im Januar 2025 unterzeichnete er ein Dekret, den Golf von Mexiko auf US-Territorium in „Amerikanischer Golf“ umzubenennen. Auch der Name des Denali-Gipfels in Alaska wurde im US-Bundesregister wieder in McKinley geändert.

Im Jahr 2026 verbreiteten sich zudem Berichte über die Idee, den Ontariosee in „Amerikanischer See“ umzubenennen. Solche Initiativen haben die Debatten um geografische Namen in den USA weiter verschärft.

Ist eine Umbenennung des Ozeans möglich?

Hier gibt es einen wichtigen Aspekt: Die US-Regierung kann zwar Entscheidungen über die offizielle Benennung geografischer Objekte auf ihrem eigenen Territorium treffen. Die Änderung des Namens eines internationalen Gewässers auf globaler Ebene ist jedoch eine weitaus komplexere Angelegenheit.

Zum Beispiel verpflichtet die in den USA getroffene Entscheidung zur Umbenennung des Golfs von Mexiko andere Länder und internationale Organisationen nicht automatisch dazu, diesen Namen zu verwenden. Auch die Nachrichtenagentur Associated Press erklärte, sie werde den historischen Namen des Golfs beibehalten und den neuen US-Namen lediglich gesondert vermerken.

Daher hängt die Umsetzung der Idee, den Namen des Atlantiks oder Pazifiks in „Trump-Ozean“ zu ändern, nicht allein von Trumps Aussage ab. Bisher wurde keine offizielle Entscheidung über eine Umbenennung des Ozeans bekannt gegeben.

Wird er es vor Ende seiner Amtszeit schaffen?

Trump hat den Wunsch geäußert, diese Initiative vor Ende seiner Amtszeit umzusetzen. Doch welche offiziellen Prozesse sein Vorschlag durchlaufen müsste, welcher Ozean ausgewählt würde oder ob er international anerkannt würde, ist derzeit unklar.

Somit bleibt der „Trump-Ozean“ vorerst kein offizieller neuer Name auf Landkarten, sondern eine vom US-Präsidenten geäußerte Idee. Sollte die Initiative weiterverfolgt werden, könnten geografische Bezeichnungen und die Frage der internationalen Anerkennung erneut auf die Weltagenda rücken.

Kommentare 0

…

Ähnliche Nachrichten