Ein faszinierender Prozess, der Wissenschaftler verblüfft: Der Wurm, der sich selbst regenerieren kann, auch wenn er in Stücke geschnitten wird

Ein faszinierender Prozess, der Wissenschaftler verblüfft: Der Wurm, der sich selbst regenerieren kann, auch wenn er in Stücke geschnitten wird

Wenn ein Mensch einen Finger verliert, wächst dieser nicht nach. Ein Plattwurm namens Planaria besitzt jedoch diese Fähigkeit. Er kann verlorene Körperteile wiederherstellen.

Planaria ist ein winziges Lebewesen, das mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Dennoch zieht es seit Langem die Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern auf sich, da es einen der interessantesten Prozesse der Biologie beherrscht: die Regenerationsfähigkeit.

Wenn eine Planaria in zwei Stücke geteilt wird, kann jedes Stück zu einem eigenständigen, vollständigen Wurm werden. Das Kopfteil regeneriert einen neuen Schwanz, und das Schwanzteil einen neuen Kopf. In einigen Experimenten wurde eine Planaria in 279 Stücke zerschnitten, und es wurde dokumentiert, dass sich aus allen neue Würmer entwickelten.

Dieser Prozess hängt mit speziellen Zellen in ihrem Körper zusammen, den sogenannten „Neoblasten“. Neoblasten sind Stammzellen, die die Fähigkeit besitzen, sich in verschiedene Gewebe des Körpers zu verwandeln.

Bei einer Verletzung werden diese Zellen aktiviert. Sie vermehren sich und formen das verlorene Körperteil neu. Deshalb kann die Planaria ihren Kopf, Schwanz oder andere Teile regenerieren.

Durch die Erforschung dieser Eigenschaft versuchen Wissenschaftler, die Reparatur von menschlichem Gewebe, die Behandlung geschädigter Organe und Probleme des Nervensystems besser zu verstehen.

In der Natur hat sich der Regenerationsprozess über Millionen von Jahren entwickelt. Planaria gilt als wichtiges lebendes Modell zur Untersuchung dieses Prozesses.

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