500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt in Köln für Großeinsatz

500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgt in Köln für Großeinsatz

In Köln, Deutschland, hat der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg einen Großeinsatz der Sicherheitskräfte ausgelöst. Aufgrund des Fundes wurde ein Kinderkrankenhaus vollständig evakuiert und Tausende Anwohner mussten vorübergehend ihre Häuser verlassen. Dies berichtete der WDR .

Wie bekannt wurde, wurde die 500 Kilogramm schwere amerikanische Fliegerbombe am Morgen des 10. Juli in der Nähe des Johannes-Gisberts-Parks im Kölner Stadtteil Nippes entdeckt. Die Bombe wurde bei planmäßigen Untersuchungen vor Beginn von Landschaftsbauarbeiten gefunden. Die zuständigen Dienste wurden umgehend über den gefährlichen Fund informiert und es wurden sofortige Sicherheitsmaßnahmen im Umkreis eingeleitet.

Am Nachmittag desselben Tages begannen Polizei und Rettungsdienste mit umfangreichen Evakuierungsmaßnahmen. Experten führten gegen 15:15 Uhr eine Spezialoperation durch und entschärften die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich.

Zur Gewährleistung der Sicherheit wurden 60 Patienten, darunter Frühgeborene, deren Eltern sowie medizinisches Personal, aus dem Kinderkrankenhaus in der Amsterdamer Straße vorübergehend in eine andere medizinische Einrichtung verlegt. Gleichzeitig wurde ein Sicherheitsbereich von 500 Metern um den Fundort eingerichtet und etwa 4.300 Anwohner evakuiert.

Eine große, verrostete Fliegerbombe, die mit Gurten auf der Ladefläche eines Lastwagens befestigt ist.

Während der Entschärfung wurden auch mehrere wichtige Straßen der Stadt vorübergehend gesperrt. Insbesondere der Verkehr auf Hauptstraßen wie der Inneren Kanalstraße, der Amsterdamer Straße und der Stammheimer Straße sowie über die Zoobrücke wurde eingeschränkt. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in verschiedenen Teilen Kölns.

Berichten zufolge musste aufgrund der Evakuierung auch die Notaufnahme des Kinderkrankenhauses vorübergehend den Betrieb einstellen. Alle Patienten wurden aus Sicherheitsgründen in das Krankenhaus Holweide verlegt. Nach Angaben der Behörden war geplant, die Patienten am nächsten Tag wieder in ihr Krankenhaus zurückzubringen, sobald die Operation erfolgreich abgeschlossen war.

Obwohl das Ende des Zweiten Weltkriegs fast achtzig Jahre zurückliegt, werden in verschiedenen Regionen Deutschlands immer noch häufig nicht explodierte Fliegerbomben aus jener Zeit gefunden. Daher sind spezielle Untersuchungen vor Bau- und Landschaftsbauarbeiten eine obligatorische Sicherheitsmaßnahme im Land.

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