Joan Laporta antwortet scharf auf Florentino Perez

Barcelona-Präsident Joan Laporta hat auf die Aussagen von Real Madrid-Chef Florentino Perez zum „Fall Negreira“ reagiert. Der Vereinsboss der Katalanen bezeichnete die Affäre als „nicht existenten Fall“ und betonte, dass der Rivale damit versuche, eigene Misserfolge zu kaschieren.
Zuvor hatte Florentino Perez behauptet, es gäbe Anzeichen für Korruption in den Beziehungen zwischen Barcelona und dem ehemaligen Vizepräsidenten des technischen Schiedsrichterausschusses, Jose Maria Negreira. Dies sorgte in der Fußballwelt für große Diskussionen.
In einem Interview mit Mundo Deportivo reagierte Joan Laporta scharf auf diese Vorwürfe. Seiner Meinung nach wird das Gerede um den „Fall Negreira“ genutzt, um Barcelona zu diskreditieren und die sportlichen Ergebnisse von Real Madrid in den letzten Jahren zu überschatten.
„Alles, was mit dem Fall Negreira zu tun hat, ist ein nicht existenter Fall, einfach eine Lüge. Ich denke, sie versuchen, die Leute abzulenken und zu verbergen, dass sie seit zwei Jahren nichts gewonnen haben“, sagte Laporta.
Der Präsident des katalanischen Klubs beschuldigte Real Madrid, den Namen Barcelona zu benutzen, um eigene Misserfolge zu vertuschen. Er betonte, dass der Madrider Verein trotz hoher Investitionen die erwarteten Ergebnisse nicht erzielt habe.
„Sie benutzen Barcelona, um ihre eigenen Misserfolge zu verbergen. Sie haben viel Geld ausgegeben, aber bisher nichts gewonnen. Wir hingegen gewinnen weiterhin“, fügte er hinzu.
Laporta erinnerte auch an die Ergebnisse von Barcelona in den letzten Jahren. Er betonte, dass die Katalanen zweimal hintereinander spanischer Meister wurden, zweimal den Supercup und einmal die Copa del Rey gewannen. Damit wollte der Vereinschef zeigen, dass Barcelona seine Stärke auf dem Platz beweist.
„Wir haben zwei Meistertitel in Folge, zwei Supercups und die Copa del Rey gewonnen“, sagte Laporta.
Gleichzeitig gab der Barcelona-Präsident bekannt, dass der Verein Möglichkeiten prüfe, offiziell auf die Aussagen von Perez zu reagieren. Er sagte, dass die Katalanen ihre Position über die zuständigen Gremien äußern könnten.
Zur Erinnerung: Im Jahr 2023 wurde Barcelona wegen Zahlungen an den ehemaligen Vizepräsidenten des technischen Schiedsrichterausschusses, Jose Maria Negreira, angeklagt. Dem katalanischen Klub wurde vorgeworfen, im Zeitraum von 2001 bis 2018 Zahlungen in Höhe von etwa 8,4 Millionen Euro geleistet zu haben.
Barcelona weist diese Vorwürfe zurück. Die Vereinsführung betonte stets, dass die Zahlungen für technische und beratende Dienstleistungen erfolgten und nicht, um Schiedsrichter zu beeinflussen.
Dieser Konflikt bleibt eines der brisantesten Themen im spanischen Fußball. Die Rivalität zwischen Real Madrid und Barcelona setzt sich auch außerhalb des Platzes fort. Es geht hier nicht nur um rechtliche Prozesse, sondern auch um den Kampf um das politische und sportliche Image zwischen den beiden Giganten.
Kurz gesagt, Joan Laporta antwortete scharf auf die Worte von Florentino Perez zum „Fall Negreira“. Er nannte die Affäre eine Lüge und sagte, dass Real Madrid Barcelona benutze, um eigene Misserfolge zu verbergen. Im spanischen Fußball findet der „El Clasico“ nicht nur auf dem Platz, sondern auch vor den Mikrofonen statt.
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