Didier Deschamps macht den Weg für Zinédine Zidane frei: „Ich bin jetzt nur noch ein Fan“

Die 14-jährige Ära von Didier Deschamps an der Spitze der französischen Nationalmannschaft ist zu Ende. Nach der 4:6-Niederlage gegen England im Spiel um Platz drei bei der WM 2026 sprach der Trainer offen über seinen wahrscheinlichen Nachfolger Zinédine Zidane.
Deschamps betonte, dass es keine Feindseligkeit zwischen ihnen gebe, und äußerte seine Zuversicht, dass die französische Nationalmannschaft auch unter einem neuen Trainer auf höchstem Niveau bleiben werde.
„Ich hege keinen Groll gegen ihn“
Deschamps wies Vermutungen zurück, er sei gegen ein Engagement Zidanes bei der Nationalmannschaft. Der ehemalige Trainer erklärte, er wünsche Frankreich und seinem Nachfolger nur das Beste.
„Ich hege keinen Groll gegen ihn. Ich möchte, dass für die französische Nationalmannschaft und für meinen Nachfolger alles so gut wie möglich läuft“, sagte Deschamps.
Er betonte, dass der französische Kader voller talentierter Spieler sei, die ihr höchstes Potenzial noch nicht erreicht hätten.
„Es gibt großartige Spieler, die durch die Arbeit mit Zidane noch weiter wachsen werden. Alle Voraussetzungen sind geschaffen, damit das Team auf höchstem Niveau bleibt.“
Zidane ist noch nicht offiziell ernannt
Zinédine Zidane gilt als der Hauptnachfolger von Deschamps. Der französische Fußballverband hat seine Ernennung jedoch noch nicht offiziell bekannt gegeben.
Laut Reuters ist der ehemalige Trainer von Real Madrid der natürliche und wichtigste Kandidat für diesen Posten. Deschamps selbst hatte Zidane zuvor als „starken, natürlichen und erwarteten Kandidaten“ bezeichnet.
Aus diesem Grund gilt Zidanes Ankunft als sehr wahrscheinlich, doch es ist zu früh, ihn offiziell als neuen Cheftrainer Frankreichs zu bezeichnen, bevor eine offizielle Ankündigung erfolgt.
Welches Team hinterlässt Deschamps?
Obwohl Frankreich die WM 2026 auf dem vierten Platz beendete, bleibt der Kader einer der stärksten der Welt.
Kylian Mbappé, Michael Olise und andere Vertreter der neuen Generation haben das Potenzial, bei kommenden Turnieren um die wichtigsten Titel zu kämpfen. Reuters merkte an, dass Zidanes Hauptaufgabe darin bestehen dürfte, die vielen talentierten Spieler zu einem geschlossenen und ausgewogenen Team zu formen.
Deschamps machte kein Geheimnis daraus, dass sein Nachfolger einen fertigen Kader mit großem Potenzial übernehmen wird. In Frankreich ist der Erfolgsdruck jedoch sehr hoch: Vom neuen Trainer werden sofort Titel erwartet.
Eine 14-jährige Ära in Frankreich ist zu Ende
Didier Deschamps trainierte die französische Nationalmannschaft seit 2012. Unter seiner Führung gewannen die „Bleus“ die Weltmeisterschaft 2018, erreichten das Finale der WM 2022 und gewannen die UEFA Nations League 2021.
Der französische Fußballverband bestätigte, dass das Spiel gegen England das letzte Spiel von Deschamps als Nationaltrainer war. Laut offizieller Statistik betreute der Trainer das Team in 185 Spielen.
„Jetzt werde ich einfach ein Fan der französischen Nationalmannschaft sein“, sagte Deschamps.
Sollte Zidane offiziell ernannt werden, wäre dies ein symbolischer Wechsel im französischen Fußball: Einer der beiden Legenden, die 1998 gemeinsam Weltmeister wurden, übernimmt den Staffelstab vom anderen.
Die große Frage ist nun: Kann Zidane den starken Kader, den Deschamps hinterlassen hat, erneut zum Weltmeistertitel führen?


















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