Sean Strickland kritisiert die UFC scharf und kündigt Wechsel zum Boxen an

Sean Strickland kritisiert die UFC scharf und kündigt Wechsel zum Boxen an

Der UFC-Mittelgewichtschampion und einer der offenherzigsten sowie kontroversesten Kämpfer der Organisation Sean Strickland richtete scharfe Vorwürfe an die Führung des Promoters. Der amerikanische Sportler bestätigte offiziell seine Absicht, die MMA zu verlassen und zum Profiboxen zu wechseln, und sprach dabei das Problem der Gagen an, über das viele in der Welt des Kampfsports nur ungern offen sprechen.

Strickland veröffentlichte eine Videobotschaft in seinen sozialen Netzwerken, in der er betonte, dass die Organisation von Dana White die Gesundheit und das Vermächtnis ihrer Champions ausnutze, ohne ihnen eine angemessene finanzielle Absicherung zu bieten.

«Am Ende ein schwerer K.o.»: Harte Kritik an der Politik des Promoters

Sean Strickland enthüllte, dass das traurige Schicksal vieler Champions nach ihrer aktiven Karriere ein direktes Ergebnis der UFC-Politik sei:

  • Der Kreislauf der erzwungenen Rückkehr: «Ich möchte die Wahrheit über die UFC sagen, über die alle schweigen. Schaut euch die wahren Champions an: Sie verlieren, kommen zurück, kämpfen noch ein paar Mal und erleiden am Ende einen schweren K.o. Der Grund dafür ist, dass die Organisation dich dort festhält, dich aber nicht genug bezahlt, um deine Zukunft abzusichern»;

  • Die Zerstörung des Vermächtnisses: Der Kämpfer ist der Meinung, dass Sportler aufgrund finanzieller Not ihre Karriere nicht rechtzeitig beenden können und so ihren über Jahre aufgebauten Ruf verlieren: «Am Ende bist du gezwungen, dein eigenes Vermächtnis zu zerstören. Ein solches Schicksal will ich nicht.»

Box-Pläne und ein Ultimatum im Oktagon

Der Mittelgewichtschampion möchte seinen Fokus nun voll auf den Ring richten:

  • Der Box-Gürtel im Visier: «Das hier interessiert mich nicht mehr. Ich möchte mich dem Profiboxen widmen und dort einen Weltmeistertitel gewinnen. Mein Team und ich arbeiten derzeit an der Umsetzung dieses Vorhabens»;

  • Offene Warnung an die Organisation: Sollte die UFC ihn vertraglich zu Kämpfen im Oktagon zwingen, machte Strickland deutlich, dass er den Fans keinen spektakulären Kampf bieten werde: «Wenn sie nicht zustimmen und mich zum Kämpfen zwingen, ist das kein Problem. Ich werde einfach im Oktagon stehen, Schlägen ausweichen und Punkte sammeln. Werden die Fans pfeifen? Ich werde mitpfeifen. Ich nehme mein Geld und gehe.»

Stricklands bewegte Karriere: Von 2008 bis UFC 328

Sean Strickland gilt als einer der erfahrensten Vertreter des modernen MMA:

  • Rekordbilanz: Er begann seine professionelle MMA-Karriere im März 2008 und hat bis heute 31 Siege (davon 16 vorzeitig) und 7 Niederlagen erzielt;

  • Letzter Triumph: Strickland bestritt seinen letzten Kampf bei UFC 328 gegen den bis dahin ungeschlagenen Herausforderer Khamzat Chimaev, den er einstimmig nach Punkten besiegte und damit seinen Meistertitel verteidigte.

Wie sich diese rebellische Aussage des amtierenden Champions und sein offener Schritt in Richtung Boxen auf das Verhältnis zur UFC-Führung auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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