US-Weltraumbahnhöfe am Rande einer Krise: Raketenzahl übersteigt Infrastrukturkapazitäten

US-Weltraumbahnhöfe am Rande einer Krise: Raketenzahl übersteigt Infrastrukturkapazitäten

Die größten US-Weltraumzentren könnten bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts unter einer enormen Belastung stehen. Einem neuen Bericht des NASA-Generalinspektors zufolge schränkt der steile Anstieg der Raketenstarts die vorhandenen Infrastrukturkapazitäten ein. Diese Situation droht die Umsetzung sowohl staatlicher als auch privater Raumfahrtprogramme zu behindern. Dies berichtet Ixbt.com Nachrichten berichtet.

Im Dokument wird hervorgehoben, dass das Kennedy Space Center (KSC) in Florida und die Wallops Flight Facility in Virginia hinter den aktuellen Entwicklungsraten zurückgefallen sind. NASA-Experten prognostizieren, dass der Wallops-Weltraumbahnhof 2028 und das Kennedy-Zentrum bis 2029 ihre maximale Durchlasskapazität erreichen werden. Dies bedeutet, dass es bei der Planung von Weltraumflügen zu Warteschlangen und Verzögerungen kommen wird.

Anzahl der Flüge wird sich mehr als verdoppeln

Betrachtet man die Zahlen, wird erwartet, dass die Anzahl der vom Kennedy Space Center bedienten Flüge von 109 im Jahr 2025 auf 268 bis 2030 ansteigen wird. In der Wallops-Anlage wird für denselben Zeitraum ein Anstieg der jährlichen Flüge von 17 auf 44 prognostiziert. Diese Wachstumsrate wird einen beispiellosen Druck auf die technischen Anlagen und das Servicepersonal ausüben.

Die Hauptlast resultiert nicht nur aus staatlichen Aufträgen, sondern auch aus dem Privatsektor. Beispielsweise plant Jeff Bezos' Unternehmen Blue Origin, die New Glenn Rakete bis 2030 mehr als 50 Mal pro Jahr zu starten. Nach 2035 soll dieser Wert auf bis zu 120 Starts pro Jahr gesteigert werden. Solche gewaltigen Pläne übersteigen die Kapazitäten der derzeitigen Startrampen bei weitem.

Bedenken der Branchenführer

Laut ixbt.com haben nicht nur die NASA, sondern auch führende Unternehmen wie SpaceX und United Launch Alliance mehrfach gewarnt, dass die US-Weltrauminfrastruktur nicht auf dieses schnelle Wachstum vorbereitet ist. Während sich die Raketentechnologie rasant entwickelt, beunruhigt die Tatsache, dass Startrampen und Bodensupportsysteme auf dem technischen Stand des letzten Jahrhunderts verharren, die Branchenexperten.

Im NASA-Bericht werden mehrere Wege aus der Krise aufgezeigt. Experten der Agentur sehen folgende Maßnahmen zur Behebung der Situation als notwendig an:

  • Umfassende Modernisierung bestehender Weltraumbahnhöfe;
  • Bau neuer Startrampen und Erweiterung bestehender Anlagen;
  • Investitionen in die Infrastrukturentwicklung in Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen.
Wenn diese Maßnahmen nicht rechtzeitig ergriffen werden, könnte die weltweite Führung der USA bei der Weltraumforschung und kommerziellen Flügen gefährdet sein. In einer Zeit, in der das Weltraumrennen eine neue Phase erreicht hat, wird die Bodeninfrastruktur zum schwächsten Glied.

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