Kalifornien führt Gesetz gegen zu laute Werbespots ein

Kalifornien führt Gesetz gegen zu laute Werbespots ein

Im Bundesstaat Kalifornien sind neue Vorschriften für Streaming-Plattformen in Kraft getreten. Ab sofort ist es strengstens untersagt, dass die Lautstärke von Werbespots dieser Dienste höher ist als die des Hauptvideoinhalts. Dieses Gesetz trat am 1. Juli in Kraft und zielt nicht nur auf den Komfort der Nutzer ab, sondern auch auf die Regulierung von Audiostandards in der digitalen Umgebung. Dies berichtet Techcrunch.com Nachrichten berichtet.

Es ist anzumerken, dass in den USA bereits ähnliche Beschränkungen für Werbung im terrestrischen und Kabelfernsehen bestanden. Streaming-Plattformen waren jedoch lange Zeit von diesen Regeln ausgenommen. Laut Ars Technica haben die großen Plattformen bisher keine detaillierten Informationen darüber bereitgestellt, mit welchen technischen Mitteln sie die neuen gesetzlichen Anforderungen umsetzen werden.

Schutz der Verbraucherinteressen

Laut dem Verfasser des Gesetzentwurfs, Staatssenator Thomas Umberg, wurde diese Initiative auf Grundlage von Beschwerden zahlreicher Eltern und Zuschauer entwickelt. Der Senator betonte, dass unerwartet laute Werbespots nicht nur nerven, sondern auch dazu führen, dass schlafende Kleinkinder aufwachen und ihr Schlafrhythmus gestört wird. Dies wird im modernen digitalen Zeitalter als Verletzung der Verbraucherrechte gewertet.

Obwohl dieses Gesetz derzeit nur im Bundesstaat Kalifornien gilt, wird eine weitaus größere Wirkung erwartet. Experten glauben, dass Streaming-Giganten es vorziehen würden, die Lautstärke auf nationaler oder globaler Ebene zu standardisieren, anstatt ein separates technisches System nur für einen Bundesstaat zu entwickeln. Zudem wird erwartet, dass im Bundesstaat Illinois ab dem nächsten Jahr ein ähnliches Gesetz in Kraft tritt.

Einwände der Branche

Nicht jeder begrüßt die neue Regelung. Insbesondere Branchengruppen wie die Motion Picture Association of America und die Streaming Innovation Alliance haben sich gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen. Ihrer Meinung nach arbeiten Streaming-Dienste bereits an diesem Problem, und ein staatliches Eingreifen sei nicht notwendig gewesen. Zudem weisen sie darauf hin, dass Inhalte auf verschiedenen Geräten — Smartphones, Tablets und Fernsehern — unterschiedlich klingen.

Diese Neuigkeit ist auch für Nutzer in Usbekistan von Bedeutung. Auch auf dem lokalen Markt wird bei der Nutzung von YouTube oder anderen Streaming-Diensten häufig eine extrem hohe Lautstärke von Werbespots beobachtet. Solche gesetzlichen Änderungen in den USA könnten im Laufe der Zeit die allgemeinen Algorithmen und Standards globaler Plattformen beeinflussen, sodass Werbespots weltweit weniger störend werden.

Derzeit haben Netflix, Disney+ und andere große Dienste mit dem Anpassungsprozess an die neuen Regeln begonnen. Wenn dieses Experiment erfolgreich ist, wird dies zweifellos eine neue Ära in der digitalen Werbung einleiten und die User Experience (UX) erheblich verbessern.

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