Blue Origin konnte die Ursache der New Glenn Raketenexplosion noch nicht ermitteln

Blue Origin konnte die Ursache der New Glenn Raketenexplosion noch nicht ermitteln

Das Raumfahrtunternehmen Blue Origin des Milliardärs Jeff Bezos sucht weiterhin nach den Ursachen für die Explosion der New Glenn Mega-Rakete im letzten Monat. Obwohl das Unternehmen anstrebt, die Flüge bis Ende des Jahres wieder aufzunehmen, bleibt die genaue Ursache des technischen Defekts vorerst unbekannt. Dies gab CEO Dave Limp in einer offiziellen Stellungnahme bekannt, wie Techcrunch.com berichtet.

In seinem bisher detailliertesten Bericht betonte der Chef von Blue Origin, dass Experten derzeit daran arbeiten, die "Grundursache zu identifizieren und zu beheben". Erste Analysen deuten darauf hin, dass das Problem im Heckbereich der ersten Raketenstufe auftrat. Hierfür analysiert das Unternehmen eine riesige Menge an Daten, die von zahlreichen Kameras und Sensoren erfasst wurden.

Testfehler und entstandene Schäden

Nach über einem Jahrzehnt sorgfältiger Entwicklung absolvierte die New Glenn Rakete im Januar 2025 ihren Erstflug. Während des vierten Testflugs am 28. Mai kam es jedoch zu einer unerwarteten Explosion. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt, doch die Infrastruktur erlitt schwere Schäden.

Durch die Explosion wurde die einzige Startrampe in Cape Canaveral, Florida, beschädigt. Insbesondere der Blitzschutzturm und die riesige Transport- und Aufrichtvorrichtung (Transporter-Erector) wurden vollständig zerstört. Auch umliegende Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch bewertete Dave Limp den Umstand, dass Wassertürme und Gastanks unbeschädigt blieben, als positiv.

Strategische Änderungen und Verpflichtungen gegenüber der NASA

Eine schnelle Wiederaufnahme der Flüge ist für Blue Origin von entscheidender Bedeutung, da das Unternehmen ein wichtiger Partner im NASA-Programm zur Rückkehr der Menschheit zum Mond ist. Die Unternehmensführung hat beschlossen, den technischen Ansatz zur Beschleunigung der Flüge zu ändern. Anstelle einer speziellen Transportvorrichtung wird nun ein riesiger Kran verwendet, um die Rakete auf der Startrampe zu positionieren.

Laut Dave Limp ermöglicht diese Methode nicht nur eine schnellere Wiederaufnahme der Flüge, sondern wird in Zukunft auch die Startfrequenz der New Glenn erhöhen. Vor der Explosion hatte das Unternehmen geplant, in diesem Jahr 12 Flüge durchzuführen.

Derzeit sind die Ingenieure von Blue Origin damit beschäftigt, die Folgen der Explosion zu beseitigen und die Sicherheit der Rakete neu zu bewerten. Diese Mega-Rakete gilt als Hauptkonkurrent zum Starship-Projekt von SpaceX, und ihr Erfolg ist für die Strategie der USA zur Erschließung des Weltraums von entscheidender Bedeutung.

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