Hubble und James Webb entdecken Schwarzes Loch mit der längsten Umlaufbahn im Universum

Hubble und James Webb entdecken Schwarzes Loch mit der längsten Umlaufbahn im Universum

Astronomen haben eine unerwartete Entdeckung im Zentrum von Omega Centauri gemacht, einem der größten und dichtesten Sternhaufen der Milchstraße. Forschungen mit den Weltraumteleskopen Hubble und James Webb der NASA haben ein Schwarzes Loch mit stellaren Massen identifiziert, das sich auf einer äußerst ungewöhnlichen Umlaufbahn bewegt. Diese Entdeckung könnte unser Verständnis über die Entstehung der geheimnisvollsten Objekte im Universum verändern. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Laut den im The Astrophysical Journal Letters veröffentlichten Daten trägt das neu entdeckte Objekt den Namen oMEGACat BH-2. Dieses Schwarze Loch befindet sich etwa 18.000 Lichtjahre von der Erde entfernt und besitzt eine einzigartige „verborgene“ Natur. Obwohl Wissenschaftler es nicht direkt sehen können, bewiesen sie seine Existenz durch die Analyse der Flugbahn eines sichtbaren Sterns, der es umkreist.

94-jährige Rekord-Umlaufbahn

Der erstaunlichste Aspekt dieses Systems ist seine Umlaufzeit. Forscher untersuchten Archivdaten des Hubble-Teleskops aus den Jahren 2002 bis 2023 und stellten fest, dass der sichtbare Stern genau 94 Jahre benötigt, um eine vollständige Umkreisung des Schwarzen Lochs zu vollenden. Dies ist derzeit die längste bekannte Umlaufzeit für ein Doppelsternsystem in der Wissenschaft.

Den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge beträgt die Masse des sichtbaren Sterns im System das 0,78-fache der Sonne, während sein unsichtbarer Begleiter – das Schwarze Loch – die 4,46-fache Masse aufweist. Diese Werte schließen die Möglichkeit, dass es sich um einen Neutronenstern handelt, vollständig aus, da das Objekt deutlich schwerer ist als die maximale Gewichtsgrenze für Neutronensterne.

Geheimnisse von Omega Centauri und Zukunftspläne

Der Omega Centauri-Haufen enthält fast 10 Millionen Sterne. Zuvor vermuteten Wissenschaftler dort ein großes mittelschweres Schwarzes Loch, doch das Auffinden kleinerer Objekte wie oMEGACat BH-2 erwies sich als weitaus schwieriger. Der Grund dafür ist, dass solche Schwarzen Löcher keine Röntgen- oder Radiostrahlung abgeben, wenn sie keine Materie akkretieren, wodurch sie nahezu unsichtbar bleiben.

Forscher glauben, dass dieses Doppelsternsystem nicht bei der Entstehung der Sterne, sondern später durch dynamische Kollisionen innerhalb des dichten Haufens entstanden sein könnte. Die Untersuchung solcher Objekte ist entscheidend für das Verständnis von Quellen für Gravitationswellen in der Zukunft. Mit dem bevorstehenden Start des Nancy Grace Roman Space Telescope wird erwartet, dass die Suche nach solchen verborgenen Schwarzen Löchern weiter zunimmt.

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