Christopher Nolan nennt KI ein „transparentes Trojanisches Pferd“

Christopher Nolan nennt KI ein „transparentes Trojanisches Pferd“

Einer der einflussreichsten Regisseure Hollywoods, Oscar-Preisträger Christopher Nolan, hat seine scharfe Kritik an der rasanten Entwicklung von KI-Technologien geäußert. Der Regisseur, der derzeit mit seinem neuen Film „Odyssey“ die Kinoleinwände erobert, verglich diese Technologie mit einem gefährlichen Geschenk an die Menschheit. Dies berichtet Techcrunch.com berichtet .

In einem Interview für den YouTube-Kanal HugoDécrypte verglich Nolan KI mit dem „Trojanischen Pferd“ aus den antiken griechischen Legenden. Doch laut dem Regisseur ist die heutige Situation etwas anders. „Ich denke, KI ist ein Trojanisches Pferd, bei dem jeder weiß, dass die Griechen darin sind. Es ist wie ein transparentes Pferd aus Glas“, betonte er und deutete damit an, dass die Gefahren der Technologie nicht verborgen seien.

Laut Nolan hat er in seiner Karriere keine andere Technologie gesehen, die von der Öffentlichkeit, insbesondere der jungen Generation, so scharf abgelehnt wurde. Der Regisseur bewertete die negative Einstellung junger Menschen gegenüber KI-Videos im Internet, die sie als „AI slop“ bezeichnen, als ein Zeichen gesunder Skepsis.

Technologischer Fortschritt und kreative Sicherheit

Christopher Nolan engagiert sich nicht nur als Regisseur, sondern auch als Mitglied der Directors Guild of America (DGA) aktiv gegen KI. Während der Hollywood-Streiks der Drehbuchautoren und Schauspieler im Jahr 2023 war das Thema generative KI eines der Hauptthemen. Die Gewerkschaft konnte in ihren neuesten Verträgen Klauseln durchsetzen, die Kreative vor der Bedrohung durch diese Technologie schützen.

Es ist bekannt, dass Nolan für seinen konservativen Ansatz gegenüber Technologie bekannt ist. Er benutzt keine Smartphones und bevorzugt traditionellen Film gegenüber Digitalkameras. Sein Film „Odyssey“ war der erste Spielfilm, der vollständig auf Imax-Film und mit entsprechenden Kameras gedreht wurde. Der Regisseur glaubt, dass digitale Systeme immer noch kein Bild liefern können, das dem entspricht, wie das menschliche Auge die Welt sieht.

Nolan betrachtet sich selbst nicht als „Technophober“ (Angst vor Technologie), sondern als „Techno-Skeptiker“. Er ist besorgt, dass neue Technologien oft auf Kosten bestehender und noch immer effektiver Systeme eingeführt werden. „Wir sind in unserer Branche an einem Punkt angelangt, an dem wir das Kind mit dem Bade ausschütten. Wir hätten fast den Film verloren“, sagt er, wie ixbt.com zitiert.

Das Fazit des Regisseurs ist, dass man nicht blind auf jede neue Technologie vertrauen sollte, sondern die Motive derjenigen hinterfragen muss, die sie präsentieren. Nur so kann die Technologie zum besten Nutzen der Menschheit eingesetzt werden. Nolans Äußerung dürfte die globalen Debatten über den Einzug von KI in Kunst und Alltag weiter anheizen.

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