Neuer Wirbel um die FIFA: Europarat kritisiert Infantino

Foto: Marco Bader/HMB Media/picture alliance
Obwohl die Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika beendet ist, reißen die Kontroversen um die Fußballführung nicht ab. Der Generalsekretär des Europarates, Alain Berset, kritisierte die FIFA scharf für ihre Politisierung, erhebliche Führungsprobleme und die Partnerschaft mit einem Wettanbieter.
Zamin.uz Details zu den schweren Vorwürfen gegen die FIFA und Gianni Infantino.
„Geld und Macht“: Ein offener Brief des Europarates
In einem offenen Brief, der am 19. Juli vor dem Finale der WM 2026 veröffentlicht wurde, äußerte Alain Berset seine Unzufriedenheit mit der Arbeit der FIFA. Berset betonte, dass das Fußballfest zwar vorbei sei, die schwerwiegenden Probleme bei der Führung jedoch bestehen blieben.
Alain Berset: „Das Fest endet heute Abend. Aber die Fragen bleiben. Die nächste Krise hat bereits begonnen. Sie hat zwei Namen – Geld und Macht.“
Alain Berset kritisierte die FIFA in mehreren Punkten:
Anfälligkeit für politischen Einfluss: Die Tendenz der Organisation, politischem Druck nachzugeben.
Rassismus und Sportwetten: Rassistische Vorfälle und die Partnerschaft mit dem Wettanbieter ADI Predictstreet. Berset ist der Ansicht, dass die Zusammenarbeit mit Wettanbietern das Betrugsrisiko im Sport erhöht.
Im Jahr 2018 wurde ein Memorandum über Transparenz, Menschenrechte und Unternehmensführung zwischen dem Europarat und der FIFA unterzeichnet. Aufgrund der Ereignisse während der WM 2026 schlug Berset vor, diese Vereinbarung zu überprüfen und Verhandlungen über ein neues „Rahmenabkommen“ vor dem Turnier 2030 aufzunehmen.
Trumps Anruf und der „Show-Charakter“ des Fußballs
Während der Weltmeisterschaft sorgten die FIFA und ihr Präsident Gianni Infantino mehrfach für öffentliche Kritik:
Der Fall Balogun und Trumps Einmischung: Einer der größten Skandale war die Aufhebung einer Sperre gegen den US-Nationalstürmer Folarin Balogun. Medienberichten zufolge wurde das Verbot aufgehoben, nachdem US-Präsident Donald Trump persönlich bei Infantino angerufen hatte.
Übermäßige Kommerzialisierung und Show-Elemente: Experten warfen der FIFA vor, Spektakel und Kommerz über den Sport zu stellen. Zahlreiche Werbeunterbrechungen und pompöse Zeremonien würden den wahren Charme des Fußballs untergraben. Insbesondere wurde in der Halbzeitpause des Finales eine große Konzertshow organisiert, ähnlich der Super-Bowl-Tradition in den USA.
Infantinos Privatjet-Reisen und „Heuchelei“
Associated Press schätzt, dass Gianni Infantino während des Turniers fast Qatar Airways Privatjet zurücklegte, dabei 95.000 Kilometer flog und 43 Spiele besuchte.
Die FIFA hatte zuvor versprochen, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Die Diskrepanz zwischen Infantinos Flügen und diesen Aussagen verstärkte die Vorwürfe der „Heuchelei“ gegen die Organisation.
Spanien — Neuer Weltmeister!
Zur Erinnerung: Die Weltmeisterschaft 2026 fand vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko statt, wobei insgesamt 104 Spiele ausgetragen wurden.
Wettbewerbsphase | Ergebnis und Details |
Turnierfinale | Spanien 1:0 Argentinien |
Siegerteam | Spanische Nationalmannschaft (besiegte den amtierenden Meister Argentinien) |


















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