Tragödie im Schwarzen Meer: Russland greift Getreidefrachter an

Russland hat im Schwarzen Meer das Trockenfrachtschiff „Golden Leo“, das die Kampfzone verließ und Getreide transportierte, mit Marschflugkörpern angegriffen. Bei dem Angriff kamen mindestens sechs Seeleute ums Leben, mehrere weitere werden vermisst.
Zamin.uz Bietet Details zu diesem schrecklichen Vorfall im Schwarzen Meer sowie die neuesten Informationen zur Reaktion Kiews auf internationaler Ebene.
Schwerer Brand auf dem Schiff und Verluste unter der Besatzung
Nach Angaben der ukrainischen Marine ereignete sich der Vorfall am 19. Juli. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende und zu einer türkischen Firma gehörende Schiff „Golden Leo“ verließ mit einer Getreideladung die Kampfzone und steuerte eine sichere Route an.
Erste Informationen zufolge:
Details zum Angriff: Russische Truppen feuerten drei Marschflugkörper auf das Schiff ab. Einer der Treffer traf den Aufbau auf der Steuerbordseite und löste einen schweren Brand aus.
Verluste und Verletzte: Der stellvertretende ukrainische Premierminister Nikolai Kalaschnik teilte mit, dass die Zahl der Todesopfer auf 6 gestiegen sei und 4 Personen weiterhin als vermisst gelten.
Rettungsmaßnahmen: Nach dem Angriff wurden 8 Besatzungsmitglieder gerettet und in ein Krankenhaus in Odessa gebracht.
Zusammensetzung der Besatzung: Nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums befanden sich syrische und indische Staatsbürger an Bord. Es wurde bestätigt, dass sich unter den Toten auch ein ukrainischer Lotse befindet.
Reaktion der Ukraine: „Dies ist ein terroristischer Akt gegen die friedliche Schifffahrt“
Die ukrainische Marine bewertete diesen Angriff als gezielten Schlag gegen ein unbewaffnetes ziviles Schiff unter fremder Flagge, das keinerlei militärische Bedrohung darstellte. Das offizielle Kiew bezeichnet dies als Terror gegen die friedliche Schifffahrt und als grobe Verletzung des humanitären Völkerrechts.
Der ukrainische Premierminister Serhij Korezkyj wies das Außenministerium an, die betroffenen Staaten sowie internationale Partner offiziell über den Angriff zu informieren. Derzeit werden in Zusammenarbeit mit dem Militärkommando zusätzliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit ziviler Schiffe und Seeleute entwickelt.
Internationale Beobachtungsmission im Schwarzen Meer könnte eingerichtet werden
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erinnerte daran, dass Russland bereits einen Tag zuvor ein unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrendes Handelsschiff angegriffen hatte (damals gab es 1 Toten und 3 Verletzte).
Aus diesem Grund bringt Kiew gemeinsam mit internationalen maritimen Organisationen eine wichtige Initiative voran:
Ausrichtung der Initiative | Ziel und erwartetes Ergebnis |
Internationale Beobachtungsmission | Es ist geplant, eine internationale Mission zu den ukrainischen Häfen zu entsenden, die ihre Arbeit im Herbst aufnehmen soll. |
Rechtliche Verantwortung | Dokumentation jedes Angriffs im Schwarzen Meer und Schaffung einer soliden Rechtsgrundlage, um die Verantwortlichen in Zukunft zur Rechenschaft zu ziehen. |


















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