USA genehmigen Technologie zur industriellen Gewinnung von Uran aus Meerwasser

USA genehmigen Technologie zur industriellen Gewinnung von Uran aus Meerwasser

Das US-Energieministerium (DOE) hat dem in Austin ansässigen Unternehmen SuperCritical Materials eine Lizenz zur kommerziellen Nutzung einer Technologie zur Gewinnung von Uran aus Meerwasser erteilt. Diese innovative Methode wurde in den nationalen Labors des Ministeriums entwickelt und wird nun im industriellen Maßstab eingesetzt. Dieser Schritt ist von strategischer Bedeutung, da die Nachfrage nach Kernbrennstoff auf dem globalen Energiemarkt steigt. Dies berichtet Ixbt.com berichtet .

Diese Technologie wurde von Experten des Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) entwickelt. Sie basiert auf der Gewinnung von im Meerwasser gelöstem Uran mithilfe spezieller Adsorptionsmaterialien. SuperCritical Materials hat sich das Recht gesichert, dieses System nicht nur in den USA, sondern in Zukunft auch bei verbündeten Ländern einzusetzen.

Unendliche Reserven im Ozean

Nach Schätzungen des Unternehmens befinden sich etwa 4,5 Milliarden Tonnen gelöstes Uran in den Weltmeeren. Das ist um ein Vielfaches mehr als alle bekannten Landreserven. Bisher war die Gewinnung von Uran aus Meerwasser nur unter Laborbedingungen nachgewiesen worden, doch hohe Kosten und Schwierigkeiten bei der Skalierung auf industrielles Niveau hatten eine breite Anwendung bisher verhindert.

Laut ixbt.com steht die Aktivierung dieses Projekts im Zusammenhang mit verstärkten Investitionen in die Kernenergie in den USA. Die Entwicklung von AI-Technologien, das Wachstum großer Datenzentren (data-centers) und energieintensive Produktionskapazitäten haben den Strombedarf drastisch erhöht.

Strategische Unabhängigkeit und neue Möglichkeiten

Derzeit steht der Kernenergiesektor vor der Aufgabe, nicht nur neue Reaktoren zu bauen, sondern die gesamte Lieferkette von der Förderung bis zur Anreicherung des Brennstoffs zu erweitern. SuperCritical Materials plant, die Technologie durch Fortschritte in der Adsorptionschemie und Materialwissenschaft wirtschaftlich effizient zu gestalten.

Unternehmensvertreter betonen, dass sich dieser Ansatz nicht nur auf Uran beschränkt. Die Methode kann auch zur Gewinnung anderer wichtiger und seltener Materialien aus Meerwasser eingesetzt werden. Dies verringert die Abhängigkeit der USA von Importen strategischer Ressourcen und stärkt die inländische Lieferkette.

Um jedoch vom Labortest zur vollständigen industriellen Produktion überzugehen, muss das Unternehmen die Produktkosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau senken. Zudem muss die langfristige Effizienz der Technologie unter großflächigen Bedingungen in der Praxis bestätigt werden. Sollten diese Ziele erreicht werden, könnte eine neue Ära in der Energiewelt beginnen.

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