Hindernis für Starlinks Geschwindigkeitsausbau: Iridium wendet sich an die FCC

Hindernis für Starlinks Geschwindigkeitsausbau: Iridium wendet sich an die FCC

Der Wettbewerb auf dem Markt für Raumfahrttechnologien verschärft sich: Laut ixbt.com hat sich der bekannte Satellitenbetreiber Iridium gegen den Plan von SpaceX ausgesprochen, das Starlink-System auf Gigabit-Geschwindigkeiten zu bringen. Das Unternehmen wandte sich an die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) und erklärte, neue Boden-Gatewaystationen könnten erhebliche Funkstörungen in seiner Infrastruktur verursachen. Iridium forderte daher, die Nutzung der entsprechenden Frequenzbereiche zu blockieren. Wie Ixbt.com berichtet .

SpaceX betreibt derzeit in den USA erfolgreich mehr als 100 Gatewaystationen mit über 1.500 Antennen. Diese Bodenanlagen sind für die Datenübertragung zwischen der terrestrischen Infrastruktur und den Starlink-Satelliten von entscheidender Bedeutung. Das Unternehmen baut sein Netzwerk weiter aus, um Satelliten der nächsten Generation V3 zu unterstützen und Nutzern Gigabit-Geschwindigkeiten bereitzustellen.

Der Frequenzstreit und die Argumente der Parteien

Nach Angaben von Iridium-Vertretern zeigen ihre ersten Berechnungen gefährliche Abweichungen zwischen den SpaceX-Gateways und der bestehenden Infrastruktur. Deshalb bat der Betreiber die FCC, die Vergabe der Frequenzbereiche 19,4–19,6 GHz und 29,1–29,3 GHz im Rahmen von 28 Anträgen auszusetzen. Iridium zufolge hat SpaceX das Unternehmen nicht im Voraus über seine Pläne informiert und keine ausreichenden Sicherheitsgarantien vorgelegt.

Insbesondere spitzte sich der Streit im April zu, nachdem ein Antrag für den Bau einer neuen Gatewaystation in Bastrop im US-Bundesstaat Texas eingereicht worden war. Iridium betont, dass die dort geplanten Frequenzen speziell für seine mobilen Satellitenkommunikationsdienste vorgesehen seien. Zudem basiere die von SpaceX verwendete Berechnungsmethodik nicht auf Standards für mobile Kommunikation, sondern auf den Vorgaben für feste terrestrische Kommunikation.

Die Reaktion von SpaceX und die weiteren Aussichten

SpaceX wies die Vorwürfe seinerseits entschieden zurück. Matthew Turk, der Vertreter des Unternehmens für Satellitenpolitik, erklärte, die durchgeführten Berechnungen zeigten, dass keinerlei Funkstörungen auftreten würden. Die Station in Bastrop befindet sich mehr als 1.400 Kilometer von den Iridium-Anlagen im US-Bundesstaat Arizona entfernt. Diese Entfernung und die besonderen Eigenschaften der Atmosphäre schließen jedes Risiko vollständig aus.

SpaceX befürchtet, dass diese Einwände die Bereitstellung von schnellem Breitbandinternet für Verbraucher künstlich verlangsamen könnten. Iridium betont dagegen, dass die Anrufung der Regulierungsbehörde das letzte Mittel sei. Eine vorläufige Ablehnung der Anträge würde den Parteien ermöglichen, ihre Verhandlungen über die gemeinsame Nutzung der Frequenzen fortzusetzen.

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