Ehemaliger italienischer Botschafter in Usbekistan in Rom verhaftet

Guten Tag, liebe Leser unserer Website! Ein unerwartetes und aufsehenerregendes Ereignis hat sich in der Welt der Diplomatie ereignet. Der ehemalige außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter Italiens in unserem Land, Pergabriele Papadia de Bottini di Sant-Aneze, wurde von den Strafverfolgungsbehörden in Rom festgenommen. Zamin.uz enthüllt die Details zur Aufdeckung dieses großen Korruptionsschemas.
Verstecktes System und Korruption im Visawesen
Während der Ermittlungen stellte sich heraus, dass der ehemalige Botschafter zusammen mit einem Komplizen ein System zur illegalen Ausstellung von Schengen-Visa für russische Staatsbürger geschaffen hatte. Durch dieses Schema erhielten Personen, die die Anforderungen für die Einreise nach Italien keineswegs erfüllten, langfristige Touristenvisa mit einer Gültigkeit von einem bis drei Jahren. Der Diplomat verlangte für seine „Dienste“ zwischen 4.000 und 16.000 Euro pro Kunde, obwohl die offizielle Gebühr nur 45–60 Euro beträgt.
Agenturen in Moskau und gefälschte Dokumente
Diese illegale Aktivität wurde über drei Reisebüros abgewickelt, die sich unter derselben Adresse in Moskau befanden: „Happy Travel“, „Visa4you“ und „Park Lane“. Mindestens 95 russische Staatsbürger reisten mit Hilfe dieser Vermittler nach Italien ein. Es wurde festgestellt, dass die meisten Antragsteller nicht im Konsularbezirk wohnten, Dokumente von anderen Personen unterschrieben wurden und Visa ohne die persönliche Anwesenheit der Inhaber ausgestellt wurden.
Prüfung in Taschkent und aufgedeckter Betrug
Dieses kriminelle Netzwerk wurde im Juli 2025 während einer vom italienischen Außenministerium durchgeführten Prüfung in der Botschaft in Taschkent aufgedeckt. Die Prüfer stellten fest, dass in 81 Fällen die Namen der Russen, die Visa erhalten hatten, nicht im Besucherprotokoll der Botschaft verzeichnet waren. Am interessantesten ist, dass Papadia diese illegalen Anträge persönlich prüfte und sie mit einem „OK“ und seinen Initialen versah.
Bulgarisches Bankkonto und eine „geheime“ Partnerin
Bei der Verfolgung der Geldspuren entdeckten die Ermittler, dass Anfang 2025 23.600 Euro auf ein Bankkonto in Bulgarien überwiesen wurden. Diese Gelder wurden offiziell als „verzinstes Darlehen“ deklariert. Die Kontoinhaberin war Tatjana Tarakanowa, die sowohl die russische als auch die italienische Staatsbürgerschaft besitzt. Sie hatte zuvor mit Papadia in Moskau zusammengearbeitet, und der Botschafter stellte sie später in der Visumabteilung in Taschkent ein.
Fluchtgefahr und 3 Millionen Euro Erbe
Gegen den ehemaligen Botschafter wurde Untersuchungshaft verhängt. Dies geschah aufgrund seines Versuchs, kurz vor seiner Verhaftung ein russisches Visum zu erhalten, was auf eine Fluchtgefahr hindeutet. Staatsanwälte und die Finanzpolizei untersuchen derzeit das Vermögen des Diplomaten, das auf 3 Millionen Euro geschätzt wird. Papadia selbst behauptet, dieses Vermögen geerbt zu haben.
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