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Putin nennt Bedingungen für ein Treffen mit Selenskyj

Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, er sei nicht gegen ein Treffen mit Wolodymyr Selenskyj, nachdem eine endgültige Einigung zur Lösung der Ukraine-Frage erzielt wurde. Wenige Stunden nach der Siegesparade in Moskau am 9. Mai trat er vor Journalisten und beantwortete Fragen zum Ukraine-Konflikt, zu möglichen Verhandlungen und zu einem endgültigen Abkommen.

Putin betonte, dass Russland einen solchen Dialog nie abgelehnt habe, falls Selenskyj ihn persönlich treffen wolle. Er bemerkte sogar: „Wer will, kann nach Moskau kommen.“ Gleichzeitig sagte der russische Staatschef, er habe nichts dagegen, wenn das Treffen auf dem Territorium eines anderen Staates stattfinde.

Putin betonte jedoch, dass ein solches Treffen nicht für gewöhnliche Verhandlungen gedacht sein dürfe, sondern für die Unterzeichnung eines bereits vorbereiteten und abgestimmten Dokuments. Seiner Meinung nach sollte der Dialog auf der Ebene der Staatschefs als Schlusspunkt dienen.

„Dieses Treffen sollte der Schlusspunkt sein. Denn wir wissen, was Verhandlungen sind. Ich habe das persönlich bei den Verhandlungen in Minsk gelernt. Man redet stundenlang, Tag und Nacht, ohne Unterbrechung, aber es nützt nichts“, sagte der russische Präsident.

Laut Putin müssen zunächst Experten, Diplomaten und Arbeitsgruppen an Dokumenten arbeiten, die für beide Seiten verständlich und akzeptabel sind. Erst dann können sich die Staats- und Regierungschefs an einem beliebigen Ort treffen, um das Abkommen zu unterzeichnen oder am Unterzeichnungsprozess teilzunehmen.

Während des Briefings sagte der russische Staatschef auch, dass sich der Konflikt in der Ukraine dem Ende nähere. Obwohl er betonte, dass der Prozess weiterhin ernst und komplex bleibe, erklärte er, dass die Situation ein bestimmtes Stadium erreicht habe.

Putin erinnerte auch daran, dass 2022 in Istanbul eine Einigung zwischen Russland und der Ukraine in greifbare Nähe gerückt war. Er sagte, dass die Parteien damals eine Einigung über bestimmte Dokumente erzielt hätten, sich die Situation dann aber geändert habe. Der russische Staatschef merkte an, dass der französische Präsident Emmanuel Macron ihn angerufen und gesagt habe, die Ukraine könne solche historischen Dokumente nicht „mit einer Pistole an der Schläfe“ unterzeichnen.

Putin erklärte, dass Russland gemäß dieser Vereinbarung seine Truppen aus der Umgebung von Kiew hätte abziehen sollen, und Moskau habe dem zugestimmt. Doch dann habe der damalige britische Premierminister Boris Johnson gesagt, es sei unmöglich, dieses Abkommen mit Russland zu unterzeichnen, da es unfair sei.

Der russische Präsident kommentierte diese Situation mit der Frage, wer bestimmen solle, ob es fair oder unfair sei, wenn der Vertreter der ukrainischen Seite die Dokumente gebilligt habe. Er behauptete, dass sich die Konfrontation durch die Einmischung westlicher Politiker verschärft habe.

„Wenn der Vertreter der ukrainischen Seite diese Dokumente gebilligt hat, wer bestimmt dann, ob es fair oder unfair ist? Was ist hier unfair, wer entscheidet das?“, sagte Putin.

Seiner Meinung nach eskalierte die Konfrontation mit Russland, nachdem der Ukraine Hilfe versprochen wurde. Putin sagte, dass dieser Prozess noch andauere, die Arbeit aber kurz vor dem Abschluss stehe.

Bisher gibt es keine genauen Informationen darüber, wann und wo ein mögliches Treffen zwischen Selenskyj und Putin stattfinden könnte. Die Aussage des russischen Staatschefs zeigt jedoch, dass Moskau einen solchen Dialog erst befürwortet, wenn eine endgültige Einigung vorliegt.

Die Situation um den Ukraine-Konflikt bleibt weiterhin komplex. Jedes diplomatische Signal zwischen den Parteien wird auf internationaler Bühne mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, da das Schicksal dieses Krieges nicht nur Russland und die Ukraine, sondern auch die Sicherheit ganz Europas und das globale politische Gleichgewicht beeinflusst.

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