Weiterer Physiker in Russland wegen Hochverrats angeklagt

Weiterer Physiker in Russland wegen Hochverrats angeklagt

In Russland wurde der 35-jährige Physiker Maxim Krawtschuk wegen „Hochverrats“ festgenommen. Er ist damit mindestens der achte Wissenschaftler, der seit Beginn des Krieges in der Ukraine unter diesem Vorwurf verhaftet wurde. Dies berichtete The Moscow Times .

Berichten zufolge wurde Maxim Krawtschuk am 24. Juni, seinem Geburtstag, in Moskau festgenommen. Details zu dem gegen ihn eingeleiteten Strafverfahren wurden nicht bekannt gegeben, da in Russland alle Verfahren wegen „Hochverrats“ unter Geheimhaltung geführt werden.

Krawtschuk war am Zentralen Forschungsinstitut für Maschinenbau tätig, das zum Roskosmos-System gehört. Er gilt als Experte auf den Gebieten der Aerodynamik und turbulenter Strömungen.

Die wissenschaftliche Arbeit des Forschers befasste sich mit der Untersuchung der Auswirkungen von Überschall-Gasströmen aus Raketentriebwerken auf Startrampen sowie mit der Nutzung von Supercomputer-Berechnungen beim Entwurf von Weltraumstartkomplexen. Er war zudem an Forschungen zur Gasdynamik beim Start der Angara-A5 Trägerrakete vom Wostotschny

Kosmodrom beteiligt.

Informationen zufolge erwarb Krawtschuk 2016 eine Wohnung über ein staatliches Sozialhypothekenprogramm. Zudem war er unternehmerisch tätig. Zwischen 2016 und 2019 soll er mehrfach in die Ukraine und nach Moldau gereist sein.

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