Gewöhnliches Medikament färbte den Körper einer Frau blau

Bei einer 68-jährigen Frau trat nach der Einnahme eines weit verbreiteten Antibiotikums eine sehr seltene Nebenwirkung auf. New England Journal of Medicine Laut einem im Journal veröffentlichten Bericht traten zwei Wochen nach Beginn der Medikamenteneinnahme blaugraue Flecken an ihren Armen und Beinen auf. Die Frau suchte Ärzte auf, nachdem die Flecken sechs Wochen lang nicht verschwunden waren.
Es stellte sich heraus, dass sie zur Behandlung von Rosazea täglich 100 mg Minocyclin eingenommen hatte. Dieses Antibiotikum wird häufig zur Behandlung von Rosazea, Akne und bestimmten bakteriellen Infektionen eingesetzt. Expertenbetonen, dass Hautverfärbungen eine sehr seltene Nebenwirkung dieses Medikaments sind, die bei 3–15 Prozent der Patienten auftritt.

Zunächst erschienen die Flecken nur an den Beinen, später breiteten sie sich auf die Arme und die Seiten der Zunge aus. Bei der Frau wurde daraufhin eine Minocyclin-induzierte Hyperpigmentierung diagnostiziert.
Die Ärzte rieten ihr, das Medikament abzusetzen und sich vor Sonnenlicht zu schützen. Obwohl die Flecken nach sechs Monaten etwas verblassten, verschwanden sie nicht vollständig.
Experten merken an, dass Minocyclin neben Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen in seltenen Fällen schwerwiegende Komplikationen wie Hautverfärbungen, Erythema multiforme sowie das potenziell lebensbedrohliche Stevens-Johnson-Syndrom verursachen kann. Daher wird betont, wie wichtig es ist, Patienten vor der Einnahme über mögliche Nebenwirkungen aufzuklären.

















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