Massiver Nachtangriff: Mehr als 800 Drohnen auf 16 russische Regionen abgefeuert

Massiver Nachtangriff: Mehr als 800 Drohnen auf 16 russische Regionen abgefeuert

In der Nacht zum 16. August wurde im militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine einer der größten und heftigsten Drohnen- und Raketenangriffe registriert. Beide Seiten griffen gleichzeitig wichtige militärisch-industrielle Betriebe, Logistikzentren und Energieanlagen massiv an.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums konnten die Luftabwehrkräfte in 16 Regionen des Landes und auf der Krim insgesamt 822 Drohnen abfangen.

Militärbetrieb in Rostow und schwere Brände im Moskauer Gebiet

Die schwersten Angriffe in Russland trafen die Gebiete Moskau und Rostow:

  • Verluste im Gebiet Rostow: Der Regionalgouverneur Juri Sljussar erklärte, mehr als 150 Drohnen und Raketen seien abgeschossen worden. Durch den Angriff seien jedoch 5 Menschen getötet worden Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bestätigte, dass das Kamenski-Werk in Kamensk-Schachtinski, das Festtreibstoff für die Systeme Uragan, Smerch und Tornado-S herstellt, das Kamenski-Kombinat zum Ziel genommen wurde;

  • 600 Drohnen in Richtung Moskau: Laut einer Mitteilung des Moskauer Bürgermeisters Sergei Sobjanin wurden 600 Drohnen in Richtung der Region gestartet, von denen 201 abgeschossen wurden. Im Moskauer Gebiet kam ein 83-jähriger Mann ums Leben, mindestens drei Menschen wurden verletzt; auch im Bereich der Moskauer Ringautobahn MKAD erlitten drei Menschen Verletzungen;

  • Das größte Wildberries-Lager geriet in Brand: Ein 250.000 Quadratmeter großes zentrales Logistiklager im Industriepark Koledino in Podolsk geriet nach einem Drohnentreffer in Brand. Dies war der zweite Angriff auf den Komplex und zwang das Unternehmen, seine Logistikketten dringend neu zu organisieren. Außerdem waren in Podolsk 110 Privathäuser ohne Strom;

  • Medikamentenlager in Domodedowo: Infolge des Angriffs wurde ein großes Pharmalager in Domodedowo mit einer Fläche von 56.000 Quadratmetern vollständig zerstört.

Angriffe auf ukrainische Städte: 30 Jahre alter Büchermarkt und ArcelorMittal-Werk

Die russischen Streitkräfte griffen in der Nacht außerdem die ukrainischen Gebiete Kiew, Dnipropetrowsk und Poltawa mit Kampfdrohnen und Marschflugkörpern an:

  • Potschajna-Markt in Kiew: Der bekannte Buchmarkt und die Verkaufspavillons der Hauptstadt, die seit 1997 betrieben werden, sowie ein Eingang zu einer U-Bahn-Station gerieten unter Beschuss und brannten vollständig ab;

  • Verluste in Krywyj Rih: Infolge eines Raketenangriffs auf das Bergbau- und Metallurgieunternehmen ArcelorMittal wurden 2 Menschen getötet und 14 verletzt (11 von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert). Die Produktionsabläufe wurden teilweise eingestellt;

  • Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums: Die russische Seite erklärte, das Unternehmen Fayer Point in Kiew, das Komponenten für Flamingo-Raketen und Kampfdrohnen herstellt, metallurgische Werkhallen in Krywyj Rih sowie die Erdölraffinerie Kremenchuk seien zum Ziel genommen worden.

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