Blutige Schießerei zwischen SBU- und GUR-Beamten: Die mysteriöse Entführung eines RDK-Kommandeurs

Blutige Schießerei zwischen SBU- und GUR-Beamten: Die mysteriöse Entführung eines RDK-Kommandeurs

Im Dnipro-Bezirk der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es zu einer bewaffneten Auseinandersetzung zwischen zwei Säulen der nationalen Sicherheit: dem Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und der Hauptverwaltung für Aufklärung (GUR) des Verteidigungsministeriums. Die Schießerei in der Shumsky-Straße forderte mindestens drei schwer verletzte Militärgeheimdienstler, von denen sich zwei in kritischem Zustand befinden. Dieser Vorfall hat tiefe interne Konflikte im ukrainischen Sicherheitsapparat offengelegt.

Das Verschwinden des RDK-Kommandeurs: Ein schwarzer BMW und ein Geheimgefängnis

Laut der Zeitung „Ukrainska Prawda“ liegt der Ursprung des blutigen Konflikts in der Entführung von Stepan Kaplunow, dem stellvertretenden Kommandeur der ukrainischen Einheit des „Russischen Freiwilligenkorps“ (RDK), aus seinem Innenhof in Kiew am 23. August durch Unbekannte:

  • Verletzung verfahrensrechtlicher Regeln: Bei der Festnahme von Kaplunow wurde kein Protokoll erstellt, es wurden keine offiziellen Anklagen erhoben, und der Zugang zu einem Anwalt oder Dolmetscher wurde verwehrt;

  • „Es war eine einfache Entführung“: In einem Interview mit „Radio NV“ nach seiner Freilassung erinnert sich Kaplunow an den Vorfall:

    „Sie warfen mich zu Boden, legten mir Handschellen an und stopften mich in einen schwarzen BMW. Ehrlich gesagt war es einfach eine Entführung. Mit gefesselten Händen und zugeklebten Augen wurde ich in ein geheimes Gefängnis gebracht. Mehrere Tage lang wurde ich mit verbundenen Augen und in Ketten festgehalten.“

  • Die Behauptung des SBU: Quellen innerhalb der Geheimdienste gaben an, dass Kaplunow verdächtigt wurde, geheime Verbindungen zum russischen Föderalen Sicherheitsdienst (FSB) zu unterhalten.

Die Schießerei in der Shumsky-Straße: Blutige Konfrontation vor der Wohnung

In der Nacht vom 1. auf den 2. September brachte eine SBU-Ermittlungsgruppe Kaplunow für eine Durchsuchung zu seiner Wohnung. Als GUR-Beamte und RDK-Kämpfer davon erfuhren, trafen sie am Tatort ein und behaupteten, ihr Kamerad sei entführt worden:

  • Scheitern der Verhandlungen: Obwohl versucht wurde, eine Einigung zu erzielen, geriet die Situation am Morgen des 2. September außer Kontrolle, was zu einem Schusswechsel führte;

  • Verletzte: Bei der Auseinandersetzung wurden drei Militärgeheimdienstler verletzt; der Tatort wurde von der Polizei vollständig abgeriegelt und umliegende Straßen für den Verkehr gesperrt;

  • Position des SBU: Die Behörde erklärte, sie habe einen vom FSB geplanten Terroranschlag gegen einen Oppositionsführer verhindert und in Notwehr gehandelt, nachdem sie von der Einheit des Verteidigungsministeriums angegriffen worden sei;

  • Stellungnahme der GUR: Die Aufklärungsbehörde beharrt darauf, dass ihr Kampfkommandeur illegal entführt wurde und SBU-Beamte das Feuer auf unbewaffnete Geheimdienstler eröffneten.

„Ein absolutes Armutszeugnis“: Selenskyjs Reaktion und der erste Rücktritt

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Zusammenstoß zwischen den Sicherheitskräften des Landes in seiner abendlichen Videoansprache scharf:

„In der Ukraine darf man nur auf russische Invasoren schießen. Jede andere Schießerei ist vom Staat nicht genehmigt und ist ein absolutes Armutszeugnis“, betonte das Staatsoberhaupt.

Nach dem Vorfall wurde Oleg Chramow, Leiter der Abteilung für den Schutz von Staatsgeheimnissen und Lizenzierung beim SBU, sofort entlassen. Das Staatliche Ermittlungsbüro (GBR) und die Generalstaatsanwaltschaft haben ein Strafverfahren eingeleitet, um das Handeln der Beteiligten rechtlich zu bewerten. Aufgrund der Ermittlungsergebnisse werden weitere hochrangige Entlassungen erwartet.

Wie wirkt sich Ihrer Meinung nach ein solch offener bewaffneter Konflikt zwischen Sicherheitsdienst und Militärgeheimdienst in Kriegszeiten auf die Stabilität hinter der Front aus? Ist dies der Höhepunkt politischer Rivalität im System oder die Folge mangelnder behördenübergreifender Kontrolle? Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!

Zamin.uz zu Google hinzufügenLesen Sie «Zamin» auf Telegram!

Kommentare 0

Ähnliche Nachrichten