Lida Moniava nicht in Untersuchungshaft: Unerwarteter Rückzug der Ermittler — Details zum Aufsehen erregenden Prozess

Die erste Gerichtsanhörung im Strafverfahren gegen Lida Moniava, Gründerin und Leiterin der bekannten Wohltätigkeitsstiftung „Dom s mayakom“ („Haus mit Leuchtturm“), die schwerstkranken Kindern in Russland hilft, ist beendet. Die Ermittlungsbehörde beantragte keine Untersuchungshaft für die bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, der die Verbreitung von „Fakes“ über die russische Armee vorgeworfen wird. Das Gericht verhängte stattdessen Maßnahmen zur Beschränkung bestimmter Handlungen. Das Verfahren stand im Fokus großer öffentlicher Aufmerksamkeit und von Menschenrechtsaktivisten.
Hunderte Menschen vor dem Gerichtssaal und strenge Auflagen
Rund um das Gerichtsgebäude versammelten sich nach verschiedenen Schätzungen zwischen 200 und 400 Bürger, Freiwillige und Kollegen, um die Leiterin der Stiftung zu unterstützen. Vor dem Hintergrund dieser massiven öffentlichen Unterstützung wurden folgende strenge Auflagen gegen Moniava verhängt:
Nächtliches Ausgangsverbot: Es ist ihr streng untersagt, das Haus zwischen 20:00 Uhr abends und 08:00 Uhr morgens zu verlassen;
Informationssperre: Lida Moniava ist die Nutzung des Internets untersagt;
Kontaktverbot zu Zeugen: Jegliche Form der Kommunikation mit Zeugen des Strafverfahrens wurde untersagt.
„Ich bin gegen den Krieg und bekenne mich nicht schuldig“: Moniavas offizielle Erklärung
Auslöser für das Strafverfahren war ein Beitrag, den die Aktivistin am 24. Februar 2023 auf ihrem Telegram-Kanal veröffentlicht hatte. Moniava weist die Vorwürfe kategorisch zurück:
Druck bei der Befragung: Nach Verlassen des Gerichtsgebäudes enthüllte die Philanthropin, dass Ermittler während der Befragung versucht hätten, sie zu einem Schuldbekenntnis zu drängen;
Unbeirrte Haltung: „Ich bin gegen den Krieg, ich fühle mich nicht schuldig und ich möchte, dass dieser Krieg so schnell wie möglich endet“, erklärte Moniava vor Journalisten.
Anwaltskommentar: Warum ist die Ermittlung plötzlich zurückgewichen?
Laut dem Menschenrechtsanwalt und Verteidiger von Moniava, Michail Birjukow, war es für die Verteidigung „völlig unerwartet“, dass die Ermittlungsbehörde keinen Antrag auf Untersuchungshaft stellte:
Absage des gestrigen Plans: Dem Anwalt zufolge hatten die Ermittler bis vor Kurzem die Absicht, ihre Inhaftierung zu fordern;
Die starke Stimme der Öffentlichkeit: „Höchstwahrscheinlich haben der Protest und die öffentliche Empörung gegen das Vorgehen der Behörden gegenüber Lida Wirkung gezeigt. Ich denke, dies ist einer der wenigen Fälle, in denen öffentliche Solidarität tatsächlich eine entscheidende Rolle gespielt hat“, sagte der Anwalt.
Der Prozess gegen die Stiftungsleiterin, die seit Jahren lebenswichtige Hilfe für schwerstkranke Kinder und deren Familien leistet, wird von der internationalen und russischen Zivilgesellschaft genau beobachtet.
Finden Sie es richtig, dass Philanthropen, die schwerstkranken Kindern das Leben retten, für ihre politische Meinung verfolgt werden? Ist die Einigkeit der Öffentlichkeit in der Lage, staatliche Entscheidungen zu ändern? Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren!


















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