Zentimeter trennten Iran vom Play-off: VAR-Drama in der 90+6

Zentimeter trennten Iran vom Play-off: VAR-Drama in der 90+6

Der nächste Spieltag der WM 2026 wurde für die Fußballfans zu einem Drama, das an einen Hollywood-Film erinnerte. Die Begegnung zwischen Ägypten und dem Iran im letzten Spieltag der Gruppe G war so spannend, dass sowohl auf dem Platz als auch auf den Tribünen die Herzen fast stillstanden.

WM 2026. Gruppe G. 3. Spieltag

Ägypten 1:1 Iran

  • Tore: Saber 5 (1:0), Rezaian 14 (1:1).

  • Nicht verwandelter Elfmeter: Mehdi Taremi 11' (Iran).

  • Verwarnungen: Saber (20), Yasser Ibrahim (42), Lashin (90) — Kanaanizadegan (19), Nematollahi (43), Ezatolahi (79), Khalilzadeh (90).

Aufstellungen:

  • Ägypten: Shobair, Rabia, Abdelmonem (Yasser Ibrahim, 14), Ahmed Fattouh, Hany, Lashin, Saber (Ateya, 46), Salah (Sayed, 57), Trezeguet, Ashour (Marmoush, 46), Zizo (Abdulkarim, 76).

  • Iran: Beiranvand, Khalilzadeh, Kanaanizadegan, Nematollahi (Hardani, 46), Mohammadi, Rezaian, Ezatolahi, Ghorbani, Mohebi (Jahanbakhsh, 90+1), Qoddous (Moghanlou, 67), Taremi.

Frühe Tore und Taremis Fehler

Das Spiel begann mit einer enormen Geschwindigkeit direkt nach dem Anpfiff. Die Ägypter stürmten von Beginn an und gingen bereits in der 5. Minute durch Saber in Führung. Kurz darauf hatte Irans Kapitän Mehdi Taremi die goldene Gelegenheit, per Elfmeter auszugleichen. In der 11. Minute konnte er den Strafstoß jedoch nicht verwerten.

Trotzdem ließen sich die Perser nicht entmutigen und erreichten ihr Ziel: In der 14. Minute glich Rezaian aus — 1:1. Da dieses Ergebnis Mohamed Salah und seinen Mitspielern vollkommen ausreichte, konzentrierten sich die Afrikaner in der zweiten Halbzeit darauf, den Spielstand zu halten.

Die Fata Morgana in der 90+6: Khalilzadehs Sonnenbrille und ein mikroskopischer Offside

In der zweiten Halbzeit war spürbar, dass die Iraner vom ununterbrochenen Laufen erschöpft waren. Dennoch fanden sie kurz vor Spielende die Kraft für einen echten Sturm.

Und schließlich, in der 90+6. Minute der Nachspielzeit, erzielte Shoja Khalilzadeh ein Tor gegen Ägypten! Die Freude und die Schreie der Asiaten waren unbeschreiblich. Khalilzadeh schaffte es sogar, das Tor originell zu feiern, indem er eine vorbereitete Sonnenbrille aufsetzte. Doch die Freude wurde innerhalb von Sekunden zur Fata Morgana: Der VAR schaltete sich ein, und nach den Wiederholungen wurde ein mikroskopisches (wenige Zentimeter) Abseits festgestellt, woraufhin das Tor annulliert wurde!

Zentimeter trennten Iran vom Play-off: VAR-Drama in der 90+6

Das Drama endete damit noch nicht. In den letzten Sekunden kam der Iran erneut sehr nah an ein Tor heran, doch der ägyptische Torhüter rettete in letzter Sekunde mit einer Wunderparade aus kurzer Distanz.

Noch nicht vorbei für den Iran: Die Play-off-Mathematik

Das Spiel endete 1:1. Der Iran spielte alle drei Gruppenspiele unentschieden. Doch das Turnier ist für sie noch nicht vorbei. Aufgrund eines guten Tordifferenz-Werts belegen sie derzeit den 6. Platz im Ranking der besten Gruppendritten.

Die Formel für die nächste Runde: Damit die Perser offiziell ein Ticket für die Play-offs (1/16-Finale) lösen, müssen in mindestens zwei der Gruppen J, K und L Ergebnisse fallen, die für den Iran vorteilhaft sind. Für die iranischen Fans beginnen nun Stunden des Wartens und der Nervosität.

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