Abdukodir Khusanov spielte 90 Minuten: Hat Maresca eine neue Rolle für ihn?

Manchester Cityhat unter der Leitung von Enzo Maresca eine neue Ära mit einem Testspiel gegen Inter in Hongkong begonnen. Nach einem 1:1 nach regulärer Spielzeit gewannen die italienischen Meister das Elfmeterschießen mit 3:1.
Für die usbekischen Fans gab es jedoch ein noch bedeutenderes Ereignis: Abdukodir Khusanov stand in der Startelf und absolvierte die gesamte Partie. In der ersten Halbzeit agierte er als Innenverteidiger, nach der Pause wechselte er auf die rechte Abwehrseite.
Ist diese Umstellung ein normales Vorbereitungsexperiment oder bereitet Maresca eine neue Rolle für Khusanov vor?
Wie verlief Marescas Debüt?
DieManchester CityOffizielle Website bezeichnete dieses Spiel als Enzo Marescas erste Partie als Cheftrainer der Mannschaft. Das Spiel in Hongkong bildete zudem den Auftakt zur Asientour der „Citizens“ zur Vorbereitung auf die Saison 2026/27.
Das 1:0 fiel in der 14. Minute. Antoine Semenyo setzte sich über den linken Flügel stark durch, legte den Ball quer in den Strafraum, und Divine Mubama vollendete aus kurzer Distanz.
Inters Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In der 20. Minuteglich Benjamin Pavard nach einer Flanke von Federico Dimarco aus. In der zweiten Halbzeit dominierte Manchester City mehr, wobei Vitor Reis und Ryan McAidoo nur die Latte trafen, der Siegtreffer jedoch ausblieb.
Im Elfmeterschießen traf für City nur Claudio Echeverri. Die Versuche von Rayan Aït-Nuri, Abdukodir Khusanov und Nico González blieben erfolglos, wodurch Inter mit 3:1 gewann.
Khusanov erhielt zwei verschiedene Aufgaben
In der ersten Halbzeit bildeten Abdukodir Khusanov und Josko Gvardiol das Innenverteidiger-Duo von Manchester City, während Rico Lewis rechts und Stephen Mfuni links absicherten.
Nach dem Seitenwechsel änderte Maresca die Defensivformation. Gvardiol und Mfuni wurden ausgewechselt, und Khusanov rückte aus dem Zentrum auf die rechte Abwehrseite. Rico Lewis schob weiter nach vorne ins Mittelfeld, um die Ballkontrolle zu unterstützen.
Diese taktische Veränderung verlangte von Khusanov, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erfüllen:
den schnellen Flügelspieler des Gegners zu kontrollieren;
bei Ballbesitz den Spielaufbau aus der hinteren Reihe einzuleiten;
den freien Raum abzusichern, wenn Lewis nach vorne stieß;
je nach Spielsituation ins zentrale Abwehrzentrum zurückzukehren.
Khusanov schaltete sich auch in die Offensive ein. In der 52. Minute landete ein abgeprallter Ball des Inter-Torhüters vor seinen Füßen, doch der Kopfball bzw. Schuss des usbekischen Profis war nicht druckvoll genug.
Wie bewerteten die Medien Khusanovs Leistung?
Wichtiger Hinweis: Im Artikel von Esteemed Kompany wurden keine Noten vergeben. Der Autor betonte offen, dass es bei einem Testspiel wichtiger sei, die spielerischen Aspekte der Profis zu beleuchten als das reine Resultat.
Das Fazit der Quelle über Khusanov fiel kurz, aber positiv aus:
Khusanov absolvierte eine solide Partie und erfüllte die an ihn gestellten Aufgaben.
Diese Beschreibung enthält kein überschwängliches Lob. Dennoch wird von einem Verteidiger im ersten Testspiel der Vorbereitung vor allem Zuverlässigkeit, Verletzungsfreiheit und die Umsetzung der neuen Traineranweisungen erwartet.
Dass Khusanov über 90 Minuten auf zwei verschiedenen Positionen eingesetzt wurde, zeigt, dass Maresca seine körperliche Verfassung und taktische Flexibilität getestet hat – eine analytische Schlussfolgerung aus diesem Test.
Was zeigte Marescas neuer Stil?
In der ersten Halbzeit versuchte Manchester City, den gegnerischen Spielaufbau mit vier Spielern hoch anzulaufen. Obwohl dies phasenweise funktionierte, entstanden große Lücken vor der City-Abwehr, sobald Inter sich aus dem Pressing befreien konnte.
Mateo Kovacic und Tijjani Reijnders machten zwar am Ball eine gute Figur, hatten jedoch Schwierigkeiten, bei gegnerischem Ballbesitz ihre defensiven Räume zu finden. Inter brachte Citys Abwehr durch weite Verlagerungen mehrfach in Bedrängnis.
Nach der Pause änderte sich das Bild. Die Einwechslung von Nico González auf der Sechserposition verbesserte die Ballkontrolle. Aït-Nuri bewegte sich frei über den Platz, Lewis schob ins Mittelfeld vor, und Khusanov dichtete die rechte Seite ab.
Folglich basierte Citys Formation weniger auf starren Linien als auf fließenden Spielerwechseln. Die Analyse von Esteemed Kompany hob hervor, dass das Umschaltspiel der zweiten Halbzeit und die Vielseitigkeit der Spieler zu wichtigen Waffen für Marescas Team werden könnten.
Könnte Khusanov dauerhaft rechts eingeplant werden?
Abdukodir Khusanovs angestammte Position ist die Innenverteidigung. Seine Schnelligkeit, Zweikampfstärke und die Fähigkeit, gegnerische Stürmer abzufangen, sind dort von enormem Wert.
Dennoch half er bereits in der Vorsaison bei Bedarf als Rechtsverteidiger aus. Die offizielle Website von Manchester City wies darauf hin, dass Khusanov in der Saison 2025/26 insgesamt 47 Einsätze absolvierte und eine wichtige Stütze in der Defensive war.
Derzeit gibt es Berichte über ein Interesse Citys an Chelseas Rechtsverteidigung Malo Gusto. Die Vereine haben den Transfer jedoch noch nicht offiziell verkündet, und der Deal ist nicht abgeschlossen.
Daher lässt sich vorsichtig schlussfolgern: Sollte der Verein keinen reinen Rechtsverteidiger verpflichten, könnte Maresca Matheus Nunes, Rico Lewis und Abdukodir Khusanov abwechselnd auf dieser Position einsetzen.
Khusanovs Auftritt in Hongkong könnte genau für ein solches Szenario ein erster Härtetest gewesen sein.
Wer hinterließ den stärksten Eindruck?
In der Spielanalyse wurde Antoine Semenyo als aktivster City-Akteur der ersten Halbzeit hervorgehoben. Er beschäftigte Inters Hintermannschaft über links, bereitete Mubamas Tor vor und agierte nach der Pause als Mittelstürmer.
Ryan McAidoo avancierte zum Mann der zweiten Halbzeit. Das Talent hielt die gegnerischen Abwehrspieler auf dem rechten Flügel auf Trab, traf die Latte und setzte einen weiteren gefährlichen Abschluss knapp neben den Pfosten.
Außerdem:
Nico Gonzálezs Einwechslung stabilisierte das zentrale Mittelfeld;
Vitor Reis zeigte Mut beim Aufrücken aus der Abwehr in die Zentrale;
Rayan Aït-Nuris Präsenz in verschiedenen Zonen fiel positiv auf;
Rico Lewis agierte nach der Pause offensiver und trug maßgeblich zur Spielkontrolle bei.
Wer war noch schuldig an Antworten?
Kovacic und Reijnders fanden in Halbzeit eins nicht die ideale Balance in ihren Rollen. Zwar hatten beide technisch keine Probleme, doch bei Umschaltmomenten des Gegners fiel die Absicherung im Zentrum schwer.
Savinho wirkte über links gefährlicher als auf der rechten Seite, leistete sich jedoch einige Fehlentscheidungen. Mahamadou Sangaré konnte nach seiner Einwechslung keine entscheidenden Akzente setzen.
Phil Foden zeigte gelungene Szenen, blieb aber ohne konstanten Einfluss auf die Partie. Divine Mubama glänzte neben seinem Tor auch damit, sich tief fallen zu lassen, um das Pressing zu brechen und lange Bälle einzuleiten.
Was ist das Fazit für Khusanov?
Ein verschossener Elfmeter im Shootout gehört nach dem Spiel naturgemäß zu den meistdiskutierten Themen. Die Gesamtleistung eines Abwehrspielers im Testspiel lässt sich jedoch nicht an einem Strafstoß messen.
Khusanov:
absolvierte die volle Spielzeit;
kam auf zwei verschiedenen Positionen zum Einsatz;
passte sich dem neuen taktischen Konzept an;
leistete sich keine groben Patzer in der Defensive;
versuchte sich wiederholt in die Offensive einzuschalten.
Das Wichtigste: Maresca testete ihn nicht nur im Abwehrzentrum, sondern als flexiblen Defensivspieler, der bei Bedarf auch die rechte Seite dichtmachen kann.
Im Rahmen ihrer Asientour trifft Manchester City am 5. August auf das All-Star-Team der K-League und am 9. August auf Atlético Madrid. Diese Duelle könnten genauer zeigen, wo Maresca Khusanov künftig bevorzugt einsetzt.
Was meint ihr: Welche Position liegt Abdukodir Khusanov mehr — die Innenverteidigung oder die rechte Abwehrseite? Schreibt es in die Kommentare!


















Kommentare 0
…