Amazon stellt 13 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur in Indien bereit

Amazon stellt 13 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur in Indien bereit

Der US-Tech-Gigant Amazon hat eine zusätzliche Investition von 13 Milliarden Dollar angekündigt, um das Ökosystem für künstliche Intelligenz (AI) und Cloud-Technologien in Indien zu erweitern. Diese Mittel werden bis 2030 für den Ausbau der digitalen Infrastruktur des Landes verwendet. Die Entscheidung fiel nach einem Treffen zwischen Amazon-CEO Andy Jassy und dem indischen Premierminister Narendra Modi. Dies berichtet Techcrunch.com Nachrichten berichtet.

Das neue Investitionspaket dient primär der Kapazitätserweiterung der Amazon Web Services (AWS) Rechenzentren (data-center) in Mumbai und Hyderabad. Dies ist die dritte große finanzielle Verpflichtung von Amazon in den letzten drei Jahren. Die gesamten geplanten Investitionen von Amazon in Indien belaufen sich nun auf 48 Milliarden Dollar.

Das globale Tech-Wettrennen und Indiens Rolle

Dieser Schritt von Amazon zeigt den zunehmenden Wettbewerb zwischen den globalen Tech-Giganten, Indien zu einem AI-Zentrum zu machen. Zuvor hatte Microsoft 17,5 Milliarden Dollar bis 2029 und Google 15 Milliarden Dollar für einen AI-Hub und die Infrastruktur angekündigt. Die indische Regierung lockt zudem aktiv Investitionen durch Steuervergünstigungen für ausländische Cloud-Service-Provider an.

Experten sind der Meinung, dass solche Großinvestitionen nicht nur den Bau neuer Gebäude, sondern auch langfristige Betriebskosten und die Schaffung hochtechnologischer Arbeitsplätze beinhalten. Mit seiner riesigen Bevölkerung und einer schnell wachsenden digitalen Wirtschaft wird Indien zu einem idealen Standort für die Recheninfrastruktur, die zur Unterstützung von AI-Produkten erforderlich ist.

Ausbau des Logistik- und Einzelhandelsnetzes

Amazon beschränkt sich nicht nur auf Cloud-Technologien, sondern stärkt auch sein internes Einzelhandels- und Logistiknetz. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr mehr als 20 große Sortierzentren und über 100 Lieferpunkte zu eröffnen. Zudem wird erwartet, dass der schnelle Lieferdienst Amazon Now in mehr als 300 Städten und Gemeinden des Landes startet.

In diesem Bereich führt Amazon einen harten Kampf gegen lokale und internationale Wettbewerber. Im Quick-Commerce-Segment des Marktes gelten folgende Unternehmen als Hauptkonkurrenten:

  • Blinkit (ein Dienst im Besitz von Eternal);
  • das Instamart-Projekt von Swiggy;
  • das Startup Zepto;
  • Flipkart (ein Gigant, der zu Walmart gehört).
Es ist anzumerken, dass Flipkart seinerseits bis Ende 2026 die Eröffnung von 1.500 kleinen Logistikzentren im ganzen Land anstrebt. Die neuen Investitionen von Amazon ermöglichen es dem Unternehmen, seine Position in diesem intensiven Wettbewerb zu festigen.

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