NASA und Blue Origin: Mondmissionen gehen trotz Unfall der New Glenn Rakete weiter

NASA und Blue Origin: Mondmissionen gehen trotz Unfall der New Glenn Rakete weiter

Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) hat beschlossen, die Pläne für Mondflüge des Unternehmens Blue Origin von Jeff Bezos bis 2027 unverändert zu lassen. Ein schwerer Unfall der New Glenn Rakete Ende Mai sowie die Zerstörung der Infrastruktur auf der Startrampe hatten Zweifel an der Zukunft dieses Programms aufkommen lassen. Die Behörde beabsichtigt jedoch vorerst nicht, die strategische Partnerschaft zu beenden. Dies berichtet Ixbt.com .

Laut einem Vertreter der NASA-Führung, Jared Isaacman, arbeitet Blue Origin derzeit aktiv an der Wiederherstellung des Startkomplexes. Durch eine Explosion während eines Triebwerkstests wurde die einzige aktive Startrampe, einschließlich des Blitzschutzturms und des Transportsystems zur vertikalen Aufrichtung der Rakete, vollständig zerstört.

Infrastrukturänderungen und ein neuer Ansatz

Laut Informationen von ixbt.com überdenkt Blue Origin bei der Beseitigung der Unfallfolgen seinen technischen Ansatz. Das Unternehmen plant, auf den Wiederaufbau des bisherigen komplexen Transportsystems zu verzichten und stattdessen die Rakete direkt auf der Startplattform mithilfe von Kränen zu montieren. Dies soll Zeit sparen und künftige Risiken minimieren.

Die New Glenn Rakete nimmt eine zentrale Rolle in den Mondprogrammen von Blue Origin ein. Insbesondere soll sie im Rahmen des Artemis III Programms Mk.1 Frachtmissionen und zukünftige bemannte Mk.2 Module ins All befördern. Ursprünglichen Plänen zufolge sollte die erste Frachtmission namens Endurance noch in diesem Jahr stattfinden, doch technische Defekte zwangen zu einer Verschiebung.

Alternative Optionen und das Artemis Programm

Obwohl die NASA die Zusammenarbeit mit Blue Origin derzeit als „Plan A“ beibehält, hat die Raumfahrtbehörde auch Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Um die Zeitpläne des Mondprogramms nicht zu gefährden, werden folgende Trägerraketen als Alternativen in Betracht gezogen:

  • Die Falcon Heavy Rakete von Elon Musks Unternehmen SpaceX;
  • Die von der United Launch Alliance (ULA) entwickelte Vulcan Rakete.
Die Untersuchung zur Ursache des Unfalls ist noch nicht abgeschlossen. Vorläufige Analysen deuten darauf hin, dass das Problem im Heckbereich der ersten Stufe der Rakete auftrat. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Telemetrie- und Videodaten, die eine baldige Bestimmung der genauen Fehlerursache ermöglichen sollten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die NASA die aktuelle Situation als unter Kontrolle betrachtet. Die Behörde erwartet keine kritischen Verzögerungen bis 2027. Sollte sich die Inbetriebnahme der New Glenn Rakete jedoch weiter verzögern, könnte dies direkte Auswirkungen auf den Zeitplan der Artemis III Mission und nachfolgende Expeditionen zur Rückkehr der Menschheit auf den Mond haben.

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