Kamtschatka ist von einem großflächigen Internetausfall betroffen

Kamtschatka ist von einem großflächigen Internetausfall betroffen

In der Region Kamtschatka kommt es in der Nacht zum 12. August zu erheblichen Internetausfällen. Mehrere Tage lang wird kein Zugang zum globalen Netz möglich sein. Laut Kommersant steht der Ausfall direkt mit Reparaturarbeiten an den wichtigsten Netzen in Verbindung, die die Region mit der Außenwelt verbinden. Die Bevölkerung kann dadurch weder mobiles Internet noch Messenger oder soziale Netzwerke nutzen. Ixbt.com berichtet .

Nach Angaben der regionalen Behörden können die geplanten Wiederherstellungsarbeiten an der unterseeischen Glasfaserleitung nahe Kap Lewaschow selbst bei günstigen Wetterbedingungen bis zu vier Tage dauern. Während dieser Zeit können die Einwohner weder ihren Heimatinternetanschluss noch die Netzdienste der Mobilfunkanbieter nutzen.

Ursachen der Beschädigung der Kommunikationsleitung und Reparaturprozess

Experten zufolge wurden die Reparaturen aufgrund der Küstenerosion notwendig. Da das Gebiet, in dem das Kabel an Land kommt, durch das Wasser schnell abgetragen wird, ist das Risiko einer Beschädigung der Leitung stark gestiegen. Deshalb werden Spezialisten von Rostelecom, darunter qualifizierte Taucher, unverzüglich mit den Arbeiten beginnen.

Im Rahmen der Reparatur müssen die Spezialisten einen neuen Kabelabschnitt installieren, ihn tiefer unter der Erde verlegen und zwei Verbindungsmuffen montieren. Wie schnell sämtliche Arbeiten abgeschlossen werden können, hängt jedoch weiterhin unmittelbar von den Wetterbedingungen ab.

Betrieb der Infrastruktur und alternative Maßnahmen

Während des großflächigen Netzausfalls wird die Region vorübergehend auf Satellitenressourcen umgestellt. Dadurch bleiben einige Kommunikationsarten erhalten: gewöhnliche Sprachanrufe und SMS für die Bevölkerung sowie der uneingeschränkte Fernseh- und Radiobetrieb von 21 TV-Sendern.

Auch Banken, Geldautomaten, Tankstellen und große Einkaufszentren werden ihren Betrieb regulär aufrechterhalten. Bargeldlose Zahlungen in Filialgeschäften, Barzahlungen in kleinen Läden und die Systeme zur Bezahlung von Fahrpreisen im öffentlichen Verkehr werden weiterhin funktionieren. Außerdem werden Multifunktionszentren (MIFs) und medizinische Einrichtungen ihre Dienste wie gewohnt anbieten.

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