Drohnenangriff auf einen Reisebus in der Nähe von Jenakijewo

Foto: Reuters
Die Weltgemeinschaft und die internationalen Medien haben ihre Aufmerksamkeit erneut auf die tragischen Ereignisse in den vom Krieg erfassten Gebieten gerichtet. Es gab Berichte über einen tödlichen Drohnenangriff auf einen Reisebus mit Zivilisten im besetzten Gebiet der Region Donezk. Mehrere Menschen kamen bei diesem schrecklichen Vorfall ums Leben.
Einzelheiten des Angriffs und Anzahl der Opfer
Nach ersten Angaben erklärte Denis Puschilin, der Chef der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD), am Mittwochmorgen, dass ein Fahrzeug auf der Route „Moskau – Simferopol“ angegriffen worden sei, wobei 7 Menschen getötet und 11 schwer verletzt wurden.
Später wurde die Situation jedoch geklärt, und die Anzahl der Opfer stieg auf 8 Es wurde auch bekannt, dass der Bus nicht aus der russischen Hauptstadt, sondern aus der Siedlung Podolsk am Stadtrand abfuhr. Folgende Details zu dem Vorfall in Jenakijewo, etwa 40 Kilometer von der Frontlinie entfernt, wurden geklärt:
Zustand der Passagiere: Das lokale Gesundheitsministerium bestätigte, dass alle Opfer einfache Zivilisten waren und sich keine Militärs unter ihnen befanden. Die Verletzten wurden dringend in ein Krankenhaus in Horliwka gebracht.
Problem mit der Passagierliste: Für diese Route waren insgesamt 53 Personen registriert, aber es ist derzeit unbekannt, wie viele sich zum Zeitpunkt der Explosion im Bus befanden. Die Behörden untersuchen die Reisepläne der Passagiere.
Erklärung des Transportunternehmens: Beamte im annektierten Krim gaben an, dass der Bus einem lokalen Transportunternehmen gehörte. Laut Elmaz Ablyakimov, dem Leiter der Firma „Bolshoy mir“, nutzen Transporte aus Zentralrussland zur Halbinsel die Autobahn „Noworossija“, die durch den nördlichen Teil von Donezk oder Mariupol führt.
Offizielle Reaktionen beider Seiten
Beide Seiten haben widersprüchliche offizielle Erklärungen zu diesem blutigen Vorfall abgegeben:
Parteien | Offizielle Position und geäußerte Ansichten |
Streitkräfte der Ukraine | Der Generalstab bestätigte keine Angriffe im Gebiet von Jenakijewo und erklärte, er werde „die Aussagen des Aggressorstaates nicht kommentieren“. |
Vertreter des NSDC der Ukraine | A. Kowalenko stated that Russia itself targets civilians with drones and is creating a parallel reality to cover up this terror. |
Russische Führung | Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete den Vorfall als „ein weiteres Verbrechen des Kiewer Regimes“. Das Untersuchungskomitee hat ein Verfahren wegen Terrorismus eingeleitet. |
Darüber hinaus warf der russische Präsident Wladimir Putin der ukrainischen Seite kürzlich schwere Verbrechen an Jugendlichen und Minderjährigen vor und führte Angriffe in Starobilsk und Henitschesk als Beispiele an. Die ukrainische Seite erklärte, der Angriff in Starobilsk habe sich ausschließlich gegen russische Militäreinrichtungen gerichtet und die Normen des internationalen humanitären Rechts strikt eingehalten.
Moskau warnte erneut vor „systematischen Schlägen“ gegen die ukrainische Infrastruktur als Reaktion auf solche Angriffe auf sein Territorium. Obwohl die russische Regierung behauptet, nur militärische Ziele anzugreifen, steigt die Zahl der zivilen Opfer tatsächlich.
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