Tod eines 150 Jahre alten Hais überrascht Wissenschaftler

An der Küste des irischen County Sligo wurde erstmals ein toter Grönlandhai angespült. Experten bewerten diesen Vorfall als seltenes wissenschaftliches Ereignis, da diese Art zu den langlebigsten Wirbeltieren der Welt zählt.
Wissenschaftlern zufolge war der etwa 3 Meter lange Hai mindestens 150 Jahre alt. Das bedeutet, er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts geboren, zur Zeit von Königin Victoria und US-Präsident Abraham Lincoln. Experten betonen jedoch, dass Grönlandhaie 300 bis 400 Jahre, nach manchen Schätzungen sogar 500 Jahre alt werden können. Daher gelten 150- bis 200-jährige Haie als gerade erst geschlechtsreif.
Laut der Meeresbiologin Emily De Luz von der Irish Whale and Dolphin Group ist der Tod des Hais sehr bedauerlich, da er möglicherweise gerade erst das fortpflanzungsfähige Alter erreicht hatte.

Das tote Tier wurde unter Aufsicht des Nationalmuseums von Irland in ein spezielles Labor gebracht. Dort führten Wissenschaftler unter strenger Einhaltung von Sicherheitsvorschriften eine vollständige pathologische Untersuchung durch. Sie entnahmen Proben von Haut, Herz, Leber, Augen, Muskeln und anderen Organen für zukünftige Forschungen.
Forscher betonen, dass viele Geheimnisse um den Grönlandhai noch ungelöst sind. So ist beispielsweise immer noch unklar, wo sie sich paaren, wie viele Junge sie bekommen und wie oft sie sich fortpflanzen. Daher können Wissenschaftler nicht einmal die weltweite Population dieser Art genau einschätzen.
Während der Untersuchung wurden auch die 50 Kilogramm schwere Leber und das 34 Kilogramm schwere Herz des Hais analysiert. Experten stellten fest, dass das Herz trotz Alterserscheinungen noch gut funktionierte. Dies belegt die hohe Widerstandsfähigkeit des Grönlandhais gegen den Alterungsprozess.

Auch die Augen des Hais stießen auf besonderes Interesse. Früher nahm man an, diese Art sei fast blind. Neue Forschungen aus dem Jahr 2026 zeigten jedoch, dass ihr visuelles System über Jahrhunderte hinweg gut erhalten bleibt und an die dunkle Wasserumgebung angepasst ist.
Wissenschaftler glauben, dass die Fähigkeit des Grönlandhais zur DNA-Reparatur, seine Mechanismen zum Schutz der Zellen vor Alterung sowie die langfristige Effizienz seines Herzens wichtige Erkenntnisse für die Erforschung des menschlichen Alterungsprozesses und die Geheimnisse der Langlebigkeit liefern könnten.
Die Experten konnten die Todesursache des Hais bisher nicht bestimmen. Am Körper wurden weder Spuren von Netzen noch äußere Verletzungen gefunden. Nun sollen Laboranalysen der biologischen Proben klären, warum dieses seltene Tier verendet ist.

















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