Biometrische Kontrollen an Russlands Grenzen verschärft: 70.000 Menschen abgewiesen

Biometrische Kontrollen an Russlands Grenzen verschärft: 70.000 Menschen abgewiesen

Foto: Sergej Sawostjanow

Seit Russland ein Pilotprojekt zur Erfassung biometrischer Daten ausländischer Staatsangehöriger gestartet hat, wurde fast 70.000 ausländischen Bürgern die Einreise ins Land verweigert.

Nach Angaben des russischen Innenministeriums haben im selben Zeitraum insgesamt 14 Millionen Menschen bei der Grenzkontrolle ihre biometrischen Daten abgegeben.

Bei der Einreise nach Russland werden zwei Arten von Daten erfasst

Das Verfahren wird seit dem 1. Dezember 2024 angewandt. Bei der Einreise werden ausländische Staatsangehörige anhand von zwei wesentlichen biometrischen Merkmalen identifiziert:

  • dem Foto der Person;

  • den Fingerabdrücken.

Die Daten werden an Grenzkontrollstellen erhoben und in einem elektronischen System überprüft.

„Das System hilft nicht nur bei der Erfassung biometrischer Daten, sondern auch dabei, Personen zu identifizieren, die nach einem Einreiseverbot das Land verlassen, ihre persönlichen Daten geändert und versucht haben, erneut nach Russland einzureisen“, teilte der Pressedienst des russischen Innenministeriums mit.

An welchen Kontrollstellen ist das System im Einsatz?

In der ersten Phase des Pilotprojekts wurden die Moskauer Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Schukowskisowie die Straßen-Grenzkontrollstelle Maschtakowo in der Region Orenburg an das System angeschlossen.

Ab dem 1. Mai 2025 wurde auch der Flughafen Wnukowo in die Liste aufgenommen.

2026 kamen weitere 11 Kontrollstellen hinzu

Im Juni 2026 wurde das System zur Erfassung biometrischer Daten in mehreren weiteren Regionen eingeführt.

Dazu gehören die Städte Sankt Petersburg, Nowosibirsk, Krasnojarsk und Jekaterinburg sowie weitere 11 Kontrollstellen in der Region Altai und den Regionen Irkutsk, Kurgan, Nowosibirsk, Saratow, Orenburg und Omsk, die mit diesem System ausgestattet wurden.

Damit wird die Identifizierung ausländischer Staatsangehöriger an Russlands Grenzen schrittweise digitalisiert und die Reichweite der biometrischen Kontrollen ausgeweitet.

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