Nächster Trump-Schlag gegen Kanada: Warum hat der Ontariosee seinen Namen verloren?

Nächster Trump-Schlag gegen Kanada: Warum hat der Ontariosee seinen Namen verloren?

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am 27. August ein spezielles Dekret zur Umbenennung des berühmten Ontariosees in „Lake America“ (Lake America) , einem der fünf Großen Seen in Nordamerika.

Während einer live aus dem Weißen Haus übertragenen Zeremonie kündigte der US-Präsident an, dass der neue Name für die USA mit sofortiger Wirkung gelte. Auf die Frage von Journalisten, welches politische Signal diese Entscheidung an Kanada sende, antwortete Trump kurz: „Keines“, antwortete er.

„Keine Geschäfte mit Clowns“: Was steckt hinter der Entscheidung?

Trump hatte diesen unerwarteten geografischen „Rebranding“-Plan einige Tage zuvor auf seiner Truth Social -Social-Media-Seite enthüllt.

Der US-Präsident betonte nachdrücklich, dass Washington nicht mehr beabsichtige, Geschäfte mit der kanadischen Provinz Ontario zu tätigen. In seiner Erklärung bezeichnete er die kanadische Führung offen als „Clowns“ und drohte damit, dass es zu sehr schwerwiegenden Konsequenzen führen werde, sollte Ottawa seine inakzeptable Politik gegenüber Washington nicht beenden.

Darüber hinaus erreicht der Handelskrieg zwischen den beiden Ländern eine neue Stufe:

  • 50-prozentige harte Zölle: Trump kündigte offiziell an, dass ab Januar 2027 ein massiver Zoll von 50 Prozent auf alle aus Kanada in die USA importierten Personenkraftwagen, Lastwagen, Autoteile und Stahlprodukte erhoben wird.

Was ist über den Ontariosee bekannt?

Ontario ist ein riesiges, strategisch wichtiges natürliches Gewässer an der Grenze zwischen Kanada und den USA:

  • Geografische Lage: Er liegt im östlichsten Teil des Systems der Großen Seen und gilt flächenmäßig als der kleinste von ihnen;

  • Parameter: Die Seefläche beträgt fast 19.000 Quadratkilometer, mit einer durchschnittlichen Tiefe von 86 Metern und einer maximalen Tiefe von 244 Metern;

  • Kanadas wirtschaftliches Herz: Die am dichtesten besiedelte und industriell am weitesten entwickelte Hauptprovinz Kanadas ist nach diesem See benannt.

Das „Golf von Mexiko“-Szenario wiederholt sich

Dies ist nicht das erste Mal, dass Trump die Namen geografischer Objekte einseitig ändert:

  • 20. Januar 2025: Gleich am ersten Tag seiner zweiten Amtszeit unterzeichnete Trump eine Anordnung, den Golf von Mexiko (Gulf of Mexico) in „Golf von Amerika“ (Gulf of America) umzubenennen;

  • Völkerrecht und Beschränkungen: Solche Dekrete finden nur innerhalb der US-Bundesbehörden, auf Karten und in offiziellen Dokumenten Anwendung. Internationale Organisationen, kartografische Einrichtungen sowie die kanadische und mexikanische Seite bezeichnen diese Gewässer jedoch weiterhin mit ihren früheren historischen Namen.

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