China schließt 20-Jahres-Superverträge mit den USA ab und verkauft Gas an Europa weiter

Trotz der scharfen Zoll- und Tarifkonflikte zwischen den USA und China ist auf dem Energiemarkt ein völlig unerwarteter, bedeutender geökonomischer Prozess zu beobachten. Laut der renommierten Bloomberg Agentur planen Chinas große Energieriesen, ihr Paket an langfristigen Verträgen für den Import von Flüssigerdgas (LNG) aus den USA erheblich zu erweitern.
Das Gesamtvolumen dieser Vereinbarungen entspricht nun direkt der Kapazität der wichtigsten Gaspipeline von Russland nach China — der „Kraft Sibiriens“ (Sila Sibiri).
Verhandlungen zwischen Venture Global und chinesischen Giganten
Vor dem Hintergrund geopolitischer Konflikte im Nahen Osten unter Beteiligung des Iran, die die globalen Lieferketten stören, treibt Peking eine aktive Diversifizierung seiner Energieversorgung voran:
Neue Partner: Der große US-LNG-Produzent und Betreiber Venture Global führt die letzte Phase der Verhandlungen mit mindestens drei großen chinesischen Importeuren, darunter der bekannte staatliche Konzern PetroChina durch;
Volumen von PetroChina: Quellen der Agentur zufolge wird das Volumen des allein mit PetroChina geschlossenen Deals jährlich 1 Million Tonnen übersteigen;
20-Jahres-Vertrag mit China Gas: Vor drei Wochen unterzeichnete Venture Global einen neuen Vertrag mit der chinesischen China Gas Corporation über die Lieferung von jährlich 0,5 Millionen Tonnen LNG für 20 Jahre ab 2030. Infolgedessen stieg das langfristige jährliche Liefervolumen aus den Projekten des Unternehmens an China Gas auf 2,5 Millionen Tonnen. erreicht.
Zahlen sprechen für sich: Ein gewaltiger Strom von 34 Milliarden Kubikmetern
China ist bereits zu einem der größten globalen Käufer der amerikanischen LNG-Industrie geworden:
Aktuelles und zukünftiges Volumen: Derzeit belaufen sich die bestehenden Verträge chinesischer Unternehmen mit den USA auf jährlich fast 10 Millionen Tonnen (14 Milliarden Kubikmeter). Die neuen kommenden Verträge garantieren weitere bis zu 15 Millionen Tonnen Gas pro Jahr;
Proportionalität zur „Kraft Sibiriens“: Das jährliche Gesamtvolumen wird fast 34 Milliarden Kubikmeter erreichen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr wurden über die russische Pipeline „Kraft Sibiriens“ 38,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach China geliefert;
Diplomatischer Hintergrund: Diese neuen Energieabkommen werden kurz vor dem erwarteten Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in den USA und unter Bedingungen unterzeichnet, in denen die bestehenden Zollbeschränkungen noch nicht aufgehoben wurden.
Gas wird weiterverkauft: Warum stockt „Kraft Sibiriens 2“?
Hinter der Strategie Chinas, amerikanisches Gas zu kaufen, stecken präzise Berechnungen und hohe Rentabilität:
Reexport nach Europa: Chinesische Unternehmen verkaufen einen Großteil des aus den USA gekauften LNGs nicht in ihrem eigenen Land, sondern verkaufen es auf Basis flexibler Verträge an europäische und asiatische Märkte weiter. Nach Schätzungen von Rystad Energy wird dieses Wiederverkaufsvolumen im Jahr 2026 12 Millionen Tonnen (16,5 Milliarden Kubikmeter) erreichen;
Pekings pragmatische Politik: Diese Zahlen erklären, warum der Bau der zweiten großen Pipeline, die Russland mit China verbinden sollte — „Kraft Sibiriens 2“ weiterhin verzögert wird. Einerseits möchte Peking nicht alle Eier in einen Korb legen, andererseits fordert es aufgrund der Vielzahl an Alternativen von Moskau maximal niedrige Gaspreise.
Dieser Schritt Chinas zeigt deutlich, dass sich das Gleichgewicht auf der globalen Energiekarte verschiebt und wirtschaftliche Interessen trotz Handelskriegen über der Politik stehen.

















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