12 Senatoren fordern von Trump die Aufhebung des Deals über russischen Diesel

Auf der politischen Bühne der USA hat sich nach dem Treibstoffabkommen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin eine Welle des ernsthaften Widerstands formiert. Zwölf einflussreiche Senatoren des Kongresses – sechs Demokraten und sechs Republikaner – haben sich zusammengeschlossen, ein offizielles Schreiben an den US-Präsidenten gerichtet und fordern den sofortigen Rückzug aus dem Abkommen über russischen Diesel.
DW Berichten zufolge wird in dem von Senator Richard Blumenthal angeführten Schreiben offen betont, dass dieses Abkommen die Benzin- und Treibstoffpreise für normale Amerikaner nicht senken, sondern dem Kreml vielmehr eine neue Einnahmequelle zur Finanzierung des Krieges in der Ukraine eröffnen werde.
„Dieser Deal muss annulliert werden“: Die harte Haltung der Senatoren
Die Senatoren betonten in ihrem Schreiben, dass sie zwar für ein Ende des Krieges seien, dieser Prozess jedoch nicht zugunsten des Aggressors ausgehen dürfe:
Zusätzliche Mittel für das Militärsystem: Nach Ansicht der Senatoren erhöht die Aufhebung der US-Sanktionen gegen russischen Diesel die Einnahmen von Putins Militärmaschinerie und ermöglicht neue Angriffe auf ukrainische Städte;
Scharfe politische Bewertung: „Dieser Deal ist ein Geschenk an unseren Rivalen und ein offener Verrat an unseren Verbündeten. Er muss sofort annulliert werden“, heißt es in dem Brief an den Präsidenten;
Kein Nutzen für amerikanische Familien: Die Verfasser des Dokuments haben wissenschaftlich und wirtschaftlich begründet, dass die Rückkehr von russischem Diesel auf den Weltmarkt keine spürbare Entlastung für die unter Inflation und Preisen leidende US-Bevölkerung bringen wird;
Entschlossener Druck auf China und Russland: Anstatt den Kurs zu lockern, forderten die Senatoren Trump dazu auf, die wirtschaftlichen Beschränkungen gegenüber Russland und unterstützenden Staaten, insbesondere China, unter Nutzung der Befugnisse des Sanktionsgesetzes gegen Russland und den Iran weiter zu verschärfen.
Wer hat das Dokument unterzeichnet?
Die Liste der Gegner des Abkommens ist bemerkenswert, da sie gewichtige Politiker beider Hauptparteien vereint:
Demokraten: Richard Blumenthal, Jeanne Shaheen, Richard Durbin, Sheldon Whitehouse, Jack Reed und Christopher Coons;
Republikaner: Mitch McConnell, Thom Tillis, Susan Collins, Alan Stewart Armstrong, Lisa Murkowski und John Cornyn.
Es wurde mitgeteilt, dass Kopien dieses offiziellen Schreibens auch an die für die Umsetzung der Entscheidungen direkt verantwortlichen Personen, US-Außenminister Marco Rubio sowie Finanzminister Scott Bessent gesendet wurden.
Details zum Trump-Putin-Deal: Diesel bereits auf dem Ozean
Donald Trump hatte am 9. Oktober nach Telefonverhandlungen mit Wladimir Putin den Abschluss dieses Großabkommens bekannt gegeben:
Liefervolumen und Phasen: In der ersten Phase sollen russische Unternehmen über 300.000 Tonnen, im November weitere 500.000 Tonnen und danach bis zu 1 Million Tonnen Diesel liefern. Zudem wurde die Möglichkeit einer künftigen Lieferung von weiteren 3 Millionen Tonnen angedeutet;
Aussetzung der Sanktionen: Das US-Finanzministerium hat bereits eine spezielle Generallizenz erlassen, die die Beschränkungen für den Import von russischem Diesel bis April 2027 aussetzt;
Erste Ladung verschifft: Laut Berichten des russischen Senders „Vesti“ hat die erste Treibstofflieferung am 12. Oktober den Hafen von St. Petersburg verlassen und ist auf dem Weg zur US-Ostküste.
Derart einhelliger Widerstand von Vertretern beider Parteien im Kongress könnte das Weiße Haus dazu zwingen, die getroffenen Entscheidungen zu überdenken oder einen ernsthaften politischen Kompromiss mit den Senatoren einzugehen.

















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