Cannavaro trifft eine harte Entscheidung: Ab jetzt zählt die Form, nicht der Name

Für die usbekische Nationalmannschaft beginnt eine neue Phase. Cheftrainer Fabio Cannavaro stellte klar, dass Spieler künftig nicht wegen früherer Leistungen oder ihres Rufs nominiert werden, sondern aufgrund ihrer aktuellen Form und ihrer Leistungen auf dem Platz.
Der italienische Trainer kündigte vor dem Asien-Cup eine Verjüngung des Kaders, eine Änderung des taktischen Systems und mehr Konkurrenz in der Nationalmannschaft an. Außerdem äußerte er sich zu Berichten über sein Gehalt und enthüllte unerwartete Details zu seinem Trainerstab.
„Frühere Verdienste werden nicht mehr ausreichen“
Cannavaros wichtigste Aussage auf der Pressekonferenz betraf die Kriterien für die Auswahl der Spieler für die Nationalmannschaft.
„Von nun an werden wir Spieler nicht mehr wegen ihrer früheren Verdienste nominieren. Ich nominiere diejenigen, die sich beweisen.“
Diese Entscheidung bedeutet, dass kein Spieler mehr einen festen Platz in der Nationalmannschaft garantiert bekommt. Nicht die früheren Leistungen, der Name oder die Erfahrung eines Spielers sind entscheidend, sondern seine aktuelle Form im Verein und sein Zustand im Training.
Cannavaro hatte bereits vor der Weltmeisterschaft erklärt, dass er nicht nach Alter oder Ansehen auswählen, sondern den Spielern eine Chance geben werde, die ihn überzeugen. Die neue Aussage ist daher eine noch entschlossenere Version seines bisherigen Ansatzes.
Diese Politik könnte für erfahrene Spieler eine Warnung und für junge Spieler eine große Chance sein. Künftig muss jeder Spieler regelmäßig für seinen Verein auflaufen und Leistung zeigen, um in die Nationalmannschaft zurückzukehren oder seinen Platz dort zu behalten.
Behruz Karimov — Cannavaros mutige Wahl
Der Trainer kündigte außerdem an, bei der Vorbereitung auf den Asien-Cup stärker auf neue Spieler zu setzen.
„Vor dem Asien-Cup wird es Veränderungen im Kader geben. Wir werden mehr junge Spieler einbinden. Was Behruz Karimov betrifft: Als ich ihn gegen Kolumbien eingesetzt habe, bezeichneten viele das als großes Risiko. Ich werde aber weiterhin auf junge Spieler vertrauen.“
Behruz Karimov stand im ersten WM-Spiel Usbekistans gegen Kolumbien in der Startelf. Trotz seines Debüts bei einem großen Turnier zeigte sich der junge Spieler aktiv und traf gegen Ende der Partie die Latte. Obwohl Usbekistan das Spiel mit 1:3 verlor, stärkte Karimovs Leistung das Vertrauen des Trainers in ihn.
Cannavaro ist der Ansicht, dass junge Spieler keine Angst vor Fehlern haben dürfen. Wenn sie nicht nur in Freundschaftsspielen, sondern auch in Pflichtspielen unter großem Druck eingesetzt werden, können sie keine internationale Erfahrung sammeln.
Dieser Ansatz deutet darauf hin, dass vor dem Asien-Cup mehrere neue Namen im Kader auftauchen könnten.
Das Hauptsystem wird ein 4-3-3
Cannavaro kündigte auch eine Änderung des taktischen Modells der Nationalmannschaft an. Sein wichtigster Plan ist ein 4-3-3-System mit drei Angreifern und einem aktiven Mittelfeld.
„Das taktische System wird sich nun ändern. Mein wichtigstes System ist das 4-3-3, doch wegen Aliqulovs Verletzung konnten wir es nicht umsetzen.“
Die Verletzung von Husnidin Aliqulov zwang den Trainerstab, bei der Weltmeisterschaft auf andere taktische Lösungen zurückzugreifen. Wegen der begrenzten Auswahl in der Innenverteidigung setzte Cannavaro stärker auf ein System mit drei Verteidigern.
Die Umstellung auf ein 4-3-3 verlangt eine völlig andere Spielweise. Flügelspieler müssen nach hinten arbeiten, zentrale Mittelfeldspieler große Distanzen abdecken und Verteidiger bereit sein, mit einer hohen Abwehrlinie zu spielen.
Die Veränderungen im Kader dienen daher nicht nur der Verjüngung. Cannavaro sucht auch Spieler, die zu seinen grundlegenden taktischen Vorstellungen passen.
Usbekistan fährt nicht nur zum Erfahrung sammeln zum Asien-Cup
Während die Weltmeisterschaft für Usbekistan eine historische Erfahrung war, werden die Anforderungen des Trainers beim Asien-Cup völlig andere sein.
„Wir fahren nicht zum Asien-Cup, um uns zu amüsieren. Ich habe von Anfang an gesagt: Bei der Weltmeisterschaft erwartet keine Ergebnisse, aber zum Asien-Cup fahren wir ohne Angst vor irgendjemandem.“
Cannavaro hatte bereits auf einer Pressekonferenz vor der Weltmeisterschaft erklärt, dass der Gewinn des Asien-Cups eines seiner Hauptziele sei. Er bewertete die Weltmeisterschaft als Erfahrungsfeld, während beim Asien-Cup ein klares Ergebnis verlangt werde.
Diese Aussage stellt die Nationalmannschaft vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Das Erreichen der K.-o.-Runde oder lediglich eine respektable Teilnahme am Asien-Cup wird nicht mehr als ausreichendes Ergebnis gelten.
Cannavaro verlangt von seiner Mannschaft, sich nicht vom Namen des Gegners einschüchtern zu lassen, mit hohem Tempo zu spielen und um den Titel zu kämpfen.
Was sagte er über sein Gehalt und den Trainerstab?
Auf der Pressekonferenz äußerte sich Cannavaro auch zu Berichten über sein Jahreseinkommen.
„Mein Gehalt beträgt nicht 6 Millionen Euro. Viele Trainer, die mit mir gekommen sind, habe ich aus eigener Tasche bezahlt. Stürmertrainer Rolando Bianchi arbeitete kostenlos für die usbekische Nationalmannschaft.“
Der Trainer nannte nicht die tatsächliche Summe in seinem Vertrag. Deshalb bleibt die genaue Höhe seines Gehalts weiterhin unbekannt.
Cannavaros Aussage, dass er einige seiner Assistenten aus privaten Mitteln bezahlt habe, verdient jedoch besondere Aufmerksamkeit. Seinen Worten zufolge arbeitete Rolando Bianchi, der die Stürmer betreute, ohne Gehalt im Stab der Nationalmannschaft.
Diese Informationen werfen auch neue Fragen darüber auf, wie der Trainerstab finanziert wurde und unter welchen Bedingungen die Spezialisten arbeiteten.
In der Nationalmannschaft beginnt der Konkurrenzkampf von vorn
Cannavaros Aussagen auf der Pressekonferenz weisen in eine klare Richtung: Der bisherige Status in der Nationalmannschaft wird neu bewertet.
Ab jetzt gilt:
Erfahrung ersetzt keine regelmäßige Spielpraxis;
junge Spieler erhalten auch in wichtigen Spielen Vertrauen;
der Kader wird an das taktische 4-3-3-Modell angepasst;
beim Asien-Cup wird ein starkes Ergebnis und nicht nur die Teilnahme verlangt.
Die Fehler bei der Weltmeisterschaft zeigten Cannavaro die Stärken und Schwächen der Mannschaft. Nun beginnt er, ein neues Team auf Grundlage des Konkurrenzkampfs aufzubauen, anstatt den alten Kader zu bewahren.
Die wichtigste Frage wird dabei nicht sein, wer nominiert wird, sondern welche der bisherigen Führungsspieler ihren Platz behaupten können. Hinterlassen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren und teilen Sie den Artikel mit Sportfans auf Telegram oder in anderen sozialen Netzwerken!


















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