Veränderungen bei Chelsea: Todd Boehly könnte seinen Anteil verkaufen

Veränderungen bei Chelsea: Todd Boehly könnte seinen Anteil verkaufen

Beim FC Chelsea stehen die größten Veränderungen in der Eigentümerstruktur seit der Ära Roman Abramowitsch bevor. Laut der Financial Times verhandeln Todd Boehly und Mark Walter über den Verkauf ihrer Anteile an Clearlake Capital, den Mehrheitsgesellschafter des Klubs. Sollte die Vereinbarung zustande kommen, könnte die Partnerschaft, die an der Stamford Bridge zu beispiellosen Ausgaben und häufigen Trainerwechseln führte, enden. Goal.com berichtet dies.

Das BlueCo-Konsortium kaufte den Londoner Klub 2022 für 2,5 Milliarden Pfund. Nach den Bedingungen der geplanten neuen Vereinbarung soll der Wert des Klubs jedoch auf mehr als 5 Milliarden Pfund geschätzt werden. Clearlake Capital hält derzeit mit einem Anteil von 61,5 Prozent die wichtigste Kontrolle, während die übrigen 38,5 Prozent zu gleichen Teilen auf Todd Boehly, Mark Walter und den Schweizer Milliardär Hansjörg Wyss entfallen.

Spannungen in der Eigentümerstruktur und die Stadionfrage

Der erwartete Schritt erfolgt trotz jahrelanger hoher finanzieller Investitionen, ohne dass Chelsea den Titel in der Premier League oder der Champions League gewinnen konnte. Seit Mai 2022 hat Chelsea fast 1,5 Milliarden Pfund für Transfers ausgegeben, doch die Ergebnisse der Mannschaft waren wechselhaft und die Trainer wurden häufig ausgetauscht. Klubinterne Quellen bezeichneten das Verhältnis zwischen Clearlake-Mitgründer Behdad Eghbali und Boehly als professionell, doch Gespräche über einen möglichen Aufkauf sind in den vergangenen zwei Jahren nie abgerissen.

Eine der wichtigsten Differenzen zwischen den Parteien betrifft die fehlende Einigung über die Pläne für den Bau eines neuen Stadions. Auch die Fans äußern ihre Unzufriedenheit mit dem komplexen Eigentümermodell, den Ticketpreisen und der von BlueCo betriebenen Multi-Klub-Struktur. Vor dem Hintergrund der Unsicherheit auf Führungsebene tritt die Mannschaft in eine neue Phase ein.

Ein radikaler Wandel in der Transferpolitik

Unter Xabi Alonso, der während des Sommer-Transferfensters die Mannschaft übernahm, gab Chelsea mehr als 300 Millionen Pfund für neue Spieler aus und nahm durch Spielerverkäufe 143 Millionen Pfund ein. Der spanische Trainer, der nach der kurzen Amtszeit von Liam Rosenior kam, betonte, dass ein Kader auf Spitzenniveau nicht allein auf Talent setzen dürfe.

Laut Goal.com verpflichtete der Klub die erfahrenen Spieler Jordan Henderson, 36, und Danny Welbeck, 35, um diesen Ansatz umzusetzen. Der Schritt deutet auf einen deutlichen Wandel in Chelseas Transferpolitik hin, nachdem der Klub in den vergangenen Spielzeiten Hunderte Millionen für junge und unerfahrene Spieler ausgegeben hatte.

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